Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Pressemitteilung Nr. 51 | 27. September 2012
Jungforscher mit DFG-Hilfe bei Europa-Wettbewerb erfolgreich

„Jugend forscht“-Sieger erringen in Bratislava zweiten Platz und Sonderpreise

Erneuter Erfolg für deutsche Jungforscher mithilfe des „Europa-Preises“ der DFG: Der 20-jährige Jan Rapp und der 18-jährige Timo Schmetzer aus Ostfildern haben beim 24. European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) im slowakischen Bratislava in dieser Woche einen von drei mit 5000 Euro dotierten zweiten Preis errungen. Alexander Emhart, 19 Jahre, aus Riedlingen erhielt den mit 3000 Euro dotierten Sonderpreis des slowakischen Bildungsministers. Der 16-jährige Timm Piper aus Bullay gewann einen einwöchigen Forschungsaufenthalt an der Kernfusions-Versuchsanlage Joint European Torus im britischen Culham.

Alle vier jungen Forscher hatten im Mai dieses Jahres in Erfurt bereits beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ gesiegt und dabei auch den diesjährigen „Europa-Preis“ der DFG erhalten, mit dem sie sich gezielt auf den Wettbewerb auf Europa-Ebene vorbereiten konnten. Jan Rapp und Timo Schmetzer überzeugten auch hier mit ihrem „Elektronischen Balanceakt“, einer Platte, die von Motoren gekippt wird und so einen Ball computergesteuert balancieren kann. Alexander Emhart stellte in Bratislava sein Projekt „Wasserstoff in Reinform“ vor, in dem er eine Elektrolysezelle entwickelt hat, die Wasserstoff sauber von anderen, bei der Vergärung von Biomassen entstehenden Gasen trennt. Timm Piper präsentierte im Fachgebiet Physik sein Projekt „Neue Einsichten in den Mikrokosmos“. Insgesamt nahmen am diesjährigen EUCYS-Wettbewerb Jungforscherinnen und -forscher aus 37 Ländern teil.

Der DFG-Europa-Preis wird seit 2010 jährlich an ausgewählte „Jugend forscht“-Bundessieger vergeben. Neben dem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro pro Fachgebiet unterstützt die DFG die Jungforscher mit einem Mentorenprogramm. Dieses bringt die Preisträger mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des jeweiligen Fachgebiets zusammen, vermittelt Kontakte und fördert den Austausch auch finanziell. So besuchten die Teilnehmer die Forschungseinrichtungen der Mentoren, übten Vorträge in englischer Sprache und konnten sich mit den Betreuern fachlich austauschen und auf diese Weise ihre Projekte weiterentwickeln.

Mit dem Europa-Preis will die DFG auch unterstreichen, welche Bedeutung frühe Vernetzung und Internationalisierung für eine Forscherkarriere haben kann. DFG-Vizepräsident Professor Frank Allgöwer freut sich, dass die Auszeichnung auch in diesem Jahr weitere Früchte getragen hat. „Das ist ein schöner Erfolg. Wir können mit unseren jungen Forschern sehr zufrieden sein“, sagt der Leiter des Instituts für Systemtheorie und Regelungstechnik an der Universität Stuttgart, der als Mentor die beiden erfolgreichen EUCYS-Teilnehmer Jan Rapp und Timo Schmetzer unterstützte.

Weiterführende Informationen