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Pressemitteilung Nr. 48 | 28. September 2010
Neue Wege in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft

DFG schließt Kooperationsvertrag mit Softwarehersteller SAP und drei Hochschulen / Gemeinsame Forschungsprojekte zur Förderung von Nachwuchstalenten

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geht neue Wege in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Deutschlands zentrale Förderorganisation im Bereich der Grundlagenforschung schloss jetzt einen Kooperationsvertrag mit dem Softwarehersteller SAP AG ab. Im Rahmen dieses Vertrags können Hochschulen DFG-geförderte Forschungsprojekte gemeinsam mit SAP durchführen. Die Kooperationen sollen vor allem der Förderung von Nachwuchstalenten in Wissenschaft und Wirtschaft dienen und beiden Seiten Erfolg versprechende Forschungsaktivitäten unter gegenseitiger Nutzung von Ressourcen ermöglichen. Dabei sollen die jetzt getroffenen Vereinbarungen auch Modellcharakter für weitere Kooperationen zwischen Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen und Hochschulen haben.

Die ersten gemeinsamen Forschungsprojekte nach dem neuen Kooperationsmodell führen die Technische Universität Dresden, die Technische Universität Darmstadt und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) jeweils gemeinsam mit SAP durch. Die jeweiligen Rahmenverträge zwischen der DFG, SAP und den drei Universitäten wurden nun unterzeichnet. In den Kooperationsprojekten sollen Doktoranden aus der jeweiligen Hochschule und Mitarbeiter von SAP gemeinsam abgestimmte Forschungsfragen im Bereich der Informatik und verwandten Gebieten bearbeiten und damit promovieren. Die Arbeiten sollen dabei teilweise auch in den Entwicklungsabteilungen von SAP durchgeführt werden.

Die Teilprojekte der Hochschulen werden von der DFG gefördert, wofür die beteiligten Hochschulen einen Förderantrag nach den üblichen Förderrichtlinien stellen. Die von den Hochschulen im Rahmen des Kooperationsprojektes erzielten Arbeitsergebnisse werden an SAP übertragen. Als Gegenleistung erhalten die Hochschulen laut Kooperationsvertrag von SAP ein Entgelt, das in der Regel 50 Prozent der DFG-Fördersumme beträgt, in Ausnahmefällen auch darüber liegen kann.

Über diese zusätzlichen Mittel hinaus sichert der Kooperationsvertrag den Hochschulen auch die weitere Nutzung der erzielten Arbeitsergebnisse. Diese können sowohl für eigene Forschungsprojekte als auch insbesondere für Kooperationen mit Dritten genutzt werden. Ebenso festgelegt ist, dass die Ergebnisse der Forschungsprojekte in jedem Fall veröffentlicht werden.

Aus Sicht der DFG sind die jetzt gestarteten Kooperationen ein substanzieller Beitrag zum Erkenntnistransfer, den sie in den kommenden Jahren insgesamt verstärken will. „Uns ist sehr an einem intensiveren Austausch zwischen der Grundlagenforschung und der Anwendung gelegen. Ein solcher Transfer ist in beiderseitigem Interesse. Er dient keineswegs der einseitigen Stärkung der Anwendungsseite, sondern strahlt auch auf die Forschung zurück und kann ihr neue, wichtige Impulse verleihen“, sagte DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner anlässlich der Unterzeichnung der ersten Vereinbarungen. Der Kooperationsvertrag zwischen DFG und SAP sei ein „verlässlicher Rahmen für einen solchen Austausch, der die Interessen der Wissenschaft und der Wirtschaft gleichermaßen berücksichtigt“ und der nun durch die Hochschulen und das Unternehmen ausgefüllt werden könne. „Dieser Rahmen und die gemeinsame Finanzierung der Projekte sind gute Zeichen für eine strategisch ausgerichtete Partnerschaft von Wissenschaft und Wirtschaft“, so Kleiner. Weitere Kooperationen seien willkommen, was ausdrücklich für alle Wissenschaftsbereiche gelte.

Für SAP sagte Dr. Joachim Schaper, Vice President SAP Research EMEA, anlässlich der nun gestarteten Kooperationen:  „Der konstante Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist Grundlage und zugleich Garant für die erfolgreiche Einführung innovativer Produkte und die bestmögliche Ausbildung kreativer Köpfe. Im Rahmen unseres firmeninternen Doktorandenprogramms kooperiert SAP Research seit Jahren erfolgreich mit verschiedenen Universitäten und wir freuen uns sehr, gemeinsam mit der DFG und den drei Universitäten nun ein grundlegendes Kooperationsmodell für den Wissenstransfer entwickelt zu haben."

Weiterführende Informationen

Ansprechpartner in der DFG-Geschäftsstelle zu fachlichen Fragen der Kooperationen und zum Erkenntnistransfer allgemein:

  • Dr. Andreas Engelke, Gruppe Ingenieurwissenschaften, Tel. 0228 885-2523, Andreas.Engelke@dfg.de

Ansprechpartnerin zu rechtlichen Fragen des Kooperationsmodells:

  • Ulrike Hagena-Schmedding, Justitiariat, Tel. 0228 885-2679,
    Ulrike.Hagena-Schmedding@dfg.de