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Pressemitteilung Nr. 49 | 20. August 2004
Grenzenlos Forschen

Verleihung des European Young Investigator (EURYI) Award in Stockholm

Am 26. August 2004 wird auf dem EuroScience Open Forum (ESOF) in Stockholm erstmals der European Young Investigator (EURYI) Award verliehen. Der derzeitige Präsident der European Heads of Research Councils (EUROHORCs), Professor Ernst-Ludwig Winnacker, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), wird 25 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit dem Preis von je bis zu 1,25 Millionen Euro auszeichnen. Mit diesem Geld etablieren die Forscher eigene Forschungsschwerpunkte in einem europäischen Land ihrer Wahl. "Diese vielversprechenden Forscher gehören zur nächsten Generation der führenden Wissenschaftler Europas und tragen zum wissenschaftlichen Fortschritt unseres Kontinents bei", so Winnacker.

Sechs der Ausgezeichneten werden die Förderdauer von fünf Jahren in Spanien verbringen. Vier der Preisträger werden in Deutschland forschen. Drei Deutsche gehen nach England, Schweden und in die Schweiz. Das EURYI-Programm beruht nicht auf einem "Juste retour"-Prinzip, die Vergabe folgt also nicht einer proportionalen Verteilung zwischen den Ländern, sondern allein der Begutachtung von Exzellenz-Kriterien.

Der deutsche Sozialpsychologe Thomas Mussweiler wird an der Universität Würzburg die Maßstäbe untersuchen, die Menschen bei Vergleichen anlegen. Dabei geht er unter anderem darauf ein, wie Vergleiche unsere Urteile und Entscheidungen beeinflussen. "Sleeping Beauty" nennen sich die Transposone oder springenden Gene, mit denen die ungarische Biologin Zsuzsanna Izsvak am Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin in Berlin unter anderem neue genetische Methoden entwickeln will. Der ukrainische Biochemiker Alexey Rak wird sich am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund mit der Rolle von Rab-Proteinen beschäftigen. Diese Proteine werden unter anderem mit Lungen- und Schilddrüsenerkrankungen und einigen Krebsarten in Verbindung gebracht. Mit nur Attosekunden (10 -18 Sekunden) lang dauernden Vorgängen befasst sich der litauische Physiker Andrius Baltuska am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching.

Nach einer Ansprache Winnackers wird vor der Preisverleihung Bertil Andersson, der Chief Executive der European Science Foundation (ESF), über den Stellenwert und die weitere Entwicklung des EURYI-Programms sprechen. Die ESF ist in dem Programm für das gemeinsame Auswahlverfahren auf europäischer Ebene verantwortlich.

Die nächste Ausschreibung des EURYI-Programms beginnt am 1. September 2004. Bis zum 30. November können Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt sich bei den jeweiligen nationalen Förderorganisationen bewerben.

Weiterführende Informationen  

Journalisten sind zu der Preisverleihung herzlich eingeladen und können sich auf der ESOF-Website unter:

  •  www.esof2004.org/for_the_press/press_registration.asp

auch für die EURYI-Preisverleihung akkreditieren. Ansprechpartner bei der ESF ist:

  • Laetitia Defaye, E-Mail ldefaye@esf.org, Tel. 0033(3)388876-7183.

Die Preisträger stehen für Interviews zur Verfügung.

Allgemeine Informationen zu Preis und Antragstellung in der Rubrik:

  • Internationales > Internationale Nachwuchsförderung


und bei den Europäischen Partnerorganisationen:

  • European Science Foundation (ESF), European Union Research Organisations Heads of Research Councils (EUROHORCs)