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Pressemitteilung Nr. 29 | 9. Juni 2004
Vom Winde verweht? - Die Gesetzesnovelle zur "Grünen Gentechnik" hemmt Innovation und Forschung in Deutschland

DFG bewilligt vier Leistungszentren für Forschungsinformation

Vier neue "Leistungszentren für Forschungsinformation" sollen kreative Ansätze für das Informationsmanagement an deutschen Hochschulen umsetzen und so auch im internationalen Vergleich wegweisend wirken. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in den beiden Themenfeldern "Integriertes Informationsmanagement" und "Digitale Text- und Datenzentren" jeweils zwei Universitäten mit bis zu 500.000 Euro für die kommenden fünf Jahre. Dabei setzten sich die Technischen Universitäten München und Ilmenau, die Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg sowie die Fernuniversität Hagen unter den 54 Hochschulen im Innovationswettbewerb durch.

Mit dem Schwerpunkt "Integriertes Informationsmanagement" fördert die DFG in München und Oldenburg neuartige Organisationsmodelle im Verbund von Rechenzentren, Bibliotheken, Medienzentren sowie den Informationseinrichtungen der Fachbereiche und Institute. In München soll ein umfassendes einheitliches und flexibles Informations- und Kommunikationsnetz durch die Nutzung neuartiger Techniken aufgebaut werden. Dabei sollen für den Nutzer die Dienste übersichtlich zentral zugänglich werden, die Verantwortung für die Inhalte aber bei den einzelnen Bereichen der Universität bleiben. Als beispielhaft besonders für kleinere Hochschulen schätzten die Gutachter das Projekt der Carl von Ossietzky-Universität in Oldenburg ein. Dort sollen alle zentralen Einrichtungen und Dienste für die Informationsinfrastruktur zusammengeführt werden. Unter die Verantwortung dieser zentralen Einrichtung für Information und Kommunikation fallen beispielsweise auch die Verwaltungsdatenbanken.

Als "Digitale Text- und Datenzentren" fördert die DFG die Fernuniversität Hagen und die Technische Universität Ilmenau. Dort sollen Quellenbestände und Datengrundlagen für Forschung und Lehre gesammelt, gesichert und bereitgestellt werden. An der Fernuniversität Hagen wird in dem Projekt "CampusContent" ein Leistungszentrum aufgebaut, das multimediale Lehrinhalte aus dem Bereich der Informationstechnik sowie der Natur- und Ingenieurwissenschaften erstellt, sammelt, prüft, verbreitet und zur Wiederverwendung bereitstellt. Dabei sollen die verschiedenen Methoden und Sichtweisen sowohl der Informatik als auch der Mediendidaktik eng verwoben werden. Bei dem Projekt in Ilmenau steht die Mechanismen- und Getriebetechnik im Mittelpunkt. Dort soll eine digitale, interaktive Bibliothek entstehen. Die digitale Darstellung mit zusätzlichen Informationen, Analyseergebnissen, Animationen und Querverweisen soll funktionsfähige mechanische Unikate als Anschauungsobjekte ersetzen, die durch den Gebrauch verschleißen oder schon während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurden. Von dem Projekt verspricht sich die DFG nicht nur einen Nutzen für Forscher, sondern auch für Studenten und die Wirtschaft.