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Pressemitteilung Nr. 20 | 4. Mai 2004
Ziele und Visionen für die Hochschulmedizin der Zukunft

Gemeinsamer Workshop von BMBF, DFG und Wissenschaftsrat am 10./11.05.04 in Berlin

Die Hochschulmedizin in Deutschland ist durch den sich verschärfenden Wettbewerb im Wissenschaftssystem und im Gesundheitswesen zu Reformen gezwungen. Ein gemeinsamer Workshop des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Wissenschaftsrates (WR) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am 10. und 11. Mai 2004 in Berlin soll unter dem Motto "Hochschulmedizin der Zukunft: Ziele und Visionen für die klinische Spitzenforschung" konkrete Lösungsvorschläge für bestehende Probleme der Hochschulmedizin erarbeiten und dabei auch deren erfolgreiche Umsetzung verfolgen.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen klinischen Forschung im internationalen Rahmen zu verbessern, müssen sich die Fakultäten und Hochschulkliniken künftig auf ihre Stärken besinnen, sich auf Schwerpunkte in der Forschung konzentrieren und die Synergien zwischen Forschung, Lehre und Krankenversorgung besser als bislang nutzen. In diesem Zusammenhang kommt der Bildung klinischer Exzellenzforschungszentren mit europaweiter Ausstrahlung eine Schlüsselrolle zu.

Ausgangspunkt für den Workshop im Mai sind die im Januar 2004 vorgelegten Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu "forschungs- und lehrförderlichen Strukturen der Universitätsmedizin". Daraus haben die Veranstalter wichtige Themenfelder herausgearbeitet, die bei der Tagung im Mittelpunkt stehen werden. Es sollen Rahmenbedingungen für exzellente klinische Forschung formuliert werden, die unter anderem dem wissenschaftlichen Nachwuchs Karrierewege erschließen. Mögliche Organisationsformen für die Fakultät der Zukunft stehen zur Diskussion und Beispiele klinischer Spitzenforschung werden vorgestellt.

Dabei sollen auch kritische Fragen beantwortet werden:

  • Wie weit trägt heute noch die vielfach praktizierte Einheit von Forschung, Lehre und Krankenversorgung in der Leitung klinischer Einrichtungen?
  • Wie kann die Bildung klinischer Exzellenzzentren mit Fächer übergreifender Zusammenarbeit gelingen angesichts heute noch stark parzellierter Strukturen in Fakultät und Klinikum?
  • Wie können Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen Universitäten sowie zwischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen besser zur effektiven Gestaltung von Forschung, Lehre und Versorgung genutzt werden?
  • Wie kann die Finanzierung exzellenter Forschung an den Fakultäten gesichert werden und wie können die Mittel leistungsorientiert verteilt werden?
  • Wie können Qualifizierungsbausteine für wissenschaftliches Arbeiten im Medizinstudium verankert werden?
  • Wie können anspruchsvolle Ausbildungswege für den klinischen Facharzt und den klinischen Forscher in attraktive Karrierewege münden?


Neben Karl Max Einhäupl, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, Rainer Hess, Vorsitzender des gemeinsamen Bundesausschusses, und Johannes Dichgans, Vizepräsident der DFG, werden zahlreiche Vertreter der Hochschulkliniken und Fakultäten an dem Workshop teilnehmen.

Im Anschluss an den Workshop findet am 11. Mai 2004 um 13 Uhr im "swissôtel - Am Kurfürstendamm", Augsburger Str. 44, 10789 Berlin, ein Pressegespräch statt, bei dem die konkreten Arbeitsergebnisse und Empfehlungen des Workshops vorgestellt werden.

Nähere Informationen erteilt das DLR, Projektträger für das BMBF, Südtstraße 125, 53175 Bonn, Telefon: 0228-3821-141 oder -137, E-Mail: Gabriela.Franke-Ullmann@dlr.de oder Marianne.Kordel@dlr.de.