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Pressemitteilung Nr. 5 | 11. Februar 2004
Begegnungen mit China

Von der legendären Tonarmee bis zum Hochwasser des Yangtze - Die DFG präsentiert in einer Ausstellung Ergebnisse gemeinsamer Forschungsprojekte

Ob die legendäre Tonarmee des ersten Kaisers von China oder die Fahndung nach kosmischen Röntgenquellen im Mittelpunkt steht, ob nach Krankheitsgenen gesucht oder das Stickstoffproblem erforscht wird, ob es um die "Fließbandproduktion" chinesischer Kunst oder das Hochwasser am Yangtze geht - auf vielfältige Weise arbeiten deutsche und chinesische Wissenschaftler in einer großen Zahl von Projekten zusammen. In einer Ausstellung des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung in Peking präsentiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Ergebnisse dieser erfolgreichen Zusammenarbeit. Unter dem Titel "Begegnungen" werden vom 2. März bis 14. April 2004 im Bonner Wissenschaftszentrum (Ahrstraße 45, Bonn-Bad Godesberg, geöffnet montags bis freitags von 8.00 bis 19.00 Uhr, samstags und sonntags geschlossen, der Eintritt ist frei) eine Reihe erfolgreicher gemeinsamer Forschungsprojekte der vergangenen 20 Jahre vorgestellt und zugleich die Entwicklung der chinesisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen aufgezeichnet. Dabei geht es auch um die verbreiteten Vorstellungen vom jeweils anderen Land. Nach einer großen Tournee durch China zeigt die DFG diese Ausstellung jetzt auch in deutschen Städten.

Der wissenschaftliche Austausch zwischen beiden Ländern blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bedeutende Namen markieren den Weg von den Anfängen im 16. Jahrhundert bis in unsere Tage. Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz und der Jesuit Adam Schall von Bell auf der einen, Kaiser Kangxi und der Mandarin Xu Guangqi auf der anderen Seite begründeten eine chinesisch-deutsche Tradition, die von vielen großen Forschern über die letzten Jahrhunderte hinweg fortgeschrieben wurde. Seit dem Jahr 2000 ist es die Aufgabe des "Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung" in Peking - eine gemeinsame Gründung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und ihrer chinesischen Partnerorganisation, der National Natural Science Foundation of China (NSFC) -, diese Kooperationen weiter zu vertiefen. Die fachliche Zusammenarbeit zwischen Forschern beider Länder wird durch die Finanzierung einer ganzen Reihe von Aktivitäten unterstützt. Das Förderspektrum des Zentrums umfasst die Grundlagenforschung im Bereich der Natur-, Bio- und Ingenieurwissenschaften sowie - unter besonderen Voraussetzungen - auch die Sozial- und Geisteswissenschaften. Das Zentrum verfügt in Peking über ein eigenes Gebäude. Dort stehen den Wissenschaftlern ein Hörsaal für 450 Personen mit Simultan-Dolmetschanlage, Seminar- und Besprechungsräume, eine Bibliothek, eine angemessene Rechnerausstattung, eine Videokonferenzanlage sowie 12 Gästeappartements zur Verfügung.

Der kontinuierlich verstärkte Blick nach Ostasien, insbesondere in Richtung Volksrepublik China, spiegelt sich auch in den wissenschaftlichen Beziehungen wider. So besuchte Bundespräsident Johannes Rau im September des vergangenen Jahres im Rahmen seines Staatsbesuches das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung in Peking. Auf Einladung der beiden Präsidenten von DFG und NSFC, Prof. Ernst-Ludwig Winnacker und Prof. Chen Jia'er, nahm Rau an einer Diskussion zum Thema "Köpfe, Konkurrenz und Kooperation" teil. Im Mittelpunkt stand dabei ein beide Länder gleichermaßen betreffendes Problem: attraktive und tragfähige inländische Konzepte zu entwickeln, um der Auswanderung der besten Wissenschaftler entgegenzuwirken.

Die Ausstellung "Begegnungen" wird am Dienstag, 2. März um 18 Uhr im Wissenschaftszentrum Bonn von DFG-Präsident Prof. Ernst-Ludwig Winnacker und Prof. Zhu Zuoyan, Vizepräsident der National Natural Science Foundation of China, eröffnet. Unter dem Titel "Tausendjährige Eier oder vom Reiz der chinesischen Küche" wird Prof. Burkhard Sattelmacher, Kiel, in seinem Festvortrag über "Kulinarische Köstlichkeiten im Blickpunkt der Forschung" berichten.