DFG - Ausstellung: Wissenschaft, Planung, Vertreibung. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten.
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Nach 1945:
Freispruch für die NS-Planer
Wissenschaftliche Karrieren
im Nachkriegsdeutschland
„... und dann eines Tages heißt es, wir werden weiter irgendwo reisen.“

 



„... und dann eines Tages heißt es,
wir werden weiter irgendwo reisen.“

„Im Januar mußten wir raus aus unserer Wohnung. Aber nicht nur wir, da waren tausend andere Familien, die raus müssen. Und das war eine Fabrik, und da waren wir ungefähr vier Wochen. Aber gar keine Matratzen, gar nichts, nur auf dem Fußboden geschlafen. Tausende Menschen. Polen, die aus ihren Wohnungen vertrieben waren. Und dann eines Tages heißt es, wir werden weiter irgendwo reisen. Ein bestimmter Ort wurde uns nicht gesagt, aber irgendwie wir sollten in ein Dorf fahren. Und dann sollen die Leute uns aufnehmen und betreuen.

Natürlich sind wir in diesen Güterzügen gefahren, gar keine Personenzüge, alles in Güterzügen. Wieder tausend Menschen in einem Waggon. Alles Toilette, wie das schon üblich war. Und ungefähr nach drei Tagen, in der Nacht, da kommen die Deutschen, ja, hier ist unsere Endstation. Morgens kommen die Leute vom Dorf, die werden uns übernehmen. Und tatsächlich war das so. Und wir haben hinten im Dorf ein kleines Häuschen bekommen. Kam aber drinnen – kein Essen und gar nichts, kein Holz, kalt.“

Frau X.,
1925 als Tochter eines polnischen Offiziers geboren, in einem Interview vom März 1993 über ihre Vertreibung aus Lodz im Jahr 1940

 


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   "WISSENSCHAFT - PLANUNG - VERTREIBUNG. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten"
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