DFG - Ausstellung: Wissenschaft, Planung, Vertreibung. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten.
Alternativtext Alternativtext
Alternativtext
Alternativtext Alternativtext Alternativtext
Alternativtext
Alternativtext Alternativtext Alternativtext Alternativtext Alternativtext

 

Nach 1945:
Freispruch für die NS-Planer
Wissenschaftliche Karrieren
im Nachkriegsdeutschland
„... und dann eines Tages heißt es, wir werden weiter irgendwo reisen.“

 



Wissenschaftliche Karrieren
im Nachkriegsdeutschland

Vielen nationalsozialistischen Wissenschaftlern gelang es, in der jungen Bundesrepublik ihre Karrieren unangefochten fortzusetzen.

Konrad Meyer beschäftigte sich nach der Entlassung aus alliierter Haft zunächst mit der Pflanzenzucht. 1956 wurde er Professor und Institutsdirektor an der Technischen Hochschule Hannover, wo er für Landesplanung und Raumforschung zuständig war. Meyer fand wieder allgemeine Anerkennung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Er wurde Mitglied der Akademie für Raumforschung und Landesplanung in Hannover sowie des damaligen „Wissenschaftsrates“ des Instituts für Raumforschung in Bonn-Bad Godesberg. Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft förderte in den fünfziger Jahren wieder seine Arbeiten, wenn auch in bescheidenem Umfang.

Herbert Morgen, vor 1945 einer der engsten Mitarbeiter von Konrad Meyer, wurde später Professor für Agrarwirtschaftslehre an der Pädagogischen Hochschule für landwirtschaftliche Lehre in Wilhelmshaven. Zwischen 1966 und 1970 amtierte er als Präsident der Akademie für Raumforschung und Landesplanung in Hannover.

Heinrich Wiepking-Jürgensmann, Himmlers Fachmann für die östliche Landschaftsgestaltung, baute nach dem Krieg die gartenwissenschaftliche Fakultät der Technischen Hochschule Hannover auf. Er war es, der 1956 seinen alten Kollegen Konrad Meyer auf den Lehrstuhl für Landbau und Landesplanung an die TH Hannover holte. Von Lennart Bernadotte noch 1971 als „Vorkämpfer der grünen Menschenrechte“ gerühmt, erhielt Wiepking-Jürgensmann verschiedene Ehrungen deutscher Naturschützer.

 


<< Seite zurück    Seite vor >>

   "WISSENSCHAFT - PLANUNG - VERTREIBUNG. Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten"
    Eine Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft © 2006 · Impressum · Sitemap · Datenschutzhinweise
Alternativtext