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von Kaven-Ehrenpreis 2008 für Arthur Bartels und Ulrich Görtz

DFG zeichnet im Jahr der Mathematik gleich zwei Wissenschaftler mit von Kaven-Ehrenpreis aus

Gleich zwei herausragende junge Vertreter ihres Faches erhielten im Jahr der Mathematik 2008 den von Kaven-Ehrenpreis für Mathematik der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) verwalteten von Kaven-Stiftung. Die beiden Preisträger sind Professor Dr. Arthur Bartels, der an der Universität Münster im Bereich Topologe arbeitet, sowie Dr. Ulrich Görtz, Zahlentheoretiker an der Universität Bonn. Der mit je 10 000 Euro dotierte Preis wurde am 15. September 2008 im Rahmen der Eröffnung der Jahrestagung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) in Erlangen verliehen. Für die DFG hat Professor Thomas Peternell als Mitglied des Fachkollegiums Mathematik und des Auswahlgremiums den Preis überreicht. Das Preisgeld stammt aus der im Dezember 2004 von dem aus Detmold stammenden Mathematiker Herbert von Kaven ins Leben gerufenen von Kaven-Stiftung.

Die von Kaven-Preisträger 2008: Dr. Ulrich Görtz (r.) und Prof. Dr. Arthur Bartels.

Die von Kaven-Preisträger 2008: Dr. Ulrich Görtz (r.) und Prof. Dr. Arthur Bartels.

Prof. Dr. Arthur Bartels, 36, ist auf dem Gebiet der geometrischen und algebraischen Topologie tätig. Nach seinem Mathematik-Diplom im Jahre 1997 an der Universität Mainz wurde der in Tübingen geborene Wissenschaftler 1999 an der University of California San Diego promoviert und habilitierte sich für das Fach Mathematik im Jahr 2005 an der Universität Münster. Dort arbeitete er unter anderem als Postdoktorand im DFG geförderten Sonderforschungsbereich SFB 478 „Geometrische Strukturen in der Mathematik“ und warb im Jahr 2007 erfolgreich ein Heisenberg-Stipendium der DFG ein. Nach einer Lecturer-Tätigkeit im Wintersemester 2007/08 am Imperial College London folgte Bartels zum April 2008 einem Ruf auf eine Professur an der Universität Münster. In seiner Forschung beschäftigt er sich vor allem mit der so genannten Farrell-Jones-Vermutung und mit ihr zusammenhängenden Fragen. Diese Vermutung ist wichtig für das Verständnis der Topologie von Mannigfaltigkeiten, also von verallgemeinerten Flächen in mitunter höherdimensionalen Räumen.

Dr. Ulrich Goertz, 35, forscht auf dem Gebiet der Arithmetischen Algebraischen Geometrie. Nach seinem Diplom 1997 an der Universität Münster fertigte Görtz eine Dissertation an der Universität Köln an und wurde dort im Jahr 2000 promoviert. Auslandsaufenthalte führten ihn an das Institut Henri Poincaré nach Paris, das Institute for Advanced Study in Princeton, das Fields Institute in Toronto sowie an die University of Chicago. Ende 2006 habilitierte sich Görtz an der Universität Bonn und bewarb sich von dort aus im Jahr 2007 erfolgreich für ein Heisenberg-Stipendium der DFG, mit dem er nun am Bonner Mathematischen Institut tätig ist. Besonders angetan haben es dem in Münster geborenen Mathematiker algebraisch-geometrische Probleme, die Ihren Ursprung im Langlands-Programm oder der Theorie der Shimura-Varietäten haben. Dabei gibt es Beziehungen zu mehreren Gebieten der Mathematik, neben der algebraischen Geometrie und Zahlentheorie insbesondere auch zur Darstellungstheorie.

Preisträger und Programm