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Bernd Rendel-Preis 2019

Für vielversprechende und originelle geowissenschaftliche Forschung bereits zu Beginn ihrer Laufbahn bekommen in diesem Jahr eine Forscherin und ein Forscher den Bernd Rendel-Preis 2019 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): Dini Adyasari, Promotionsstudentin am Leibniz Centre for Tropical Marine Research (ZMT) in Bremen, und Michael Grund, Doktorand in der Geophysik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), haben die Jury überzeugt. Sie erhalten je 2.000 Euro aus der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwalteten Bernd Rendel-Stiftung. Das Preisgeld soll ihnen unter anderem die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen ermöglichen. Verliehen wird der Preis während der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung e.V. vom 22. bis 25. September 2019 in Münster.

Dini Adyasari (30) stammt aus Indonesien und hat dort 2010 ihren Bachelor of Science in Engineering abgeschlossen. Anschließend ging sie für ihr Masterstudium an die Universität Stavanger, Norwegen, wo sie 2014 ihren Master of Science in Environmental Technology erlangte. In der Masterarbeit hat sie sich mit der Reinigung von Kläranlagenwasser durch innovative Filtertechniken beschäftigt. Für ihre Promotion (seit 2015) am Leibniz Centre for Tropical Marine Research (ZMT) in Bremen hat sie – auch unterstützt durch ein DAAD-Stipendium und einen Gastaufenthalt an der University of Alabama – ihre wissenschaftliche Kompetenz auf dem Gebiet des küstennahen Grundwassereintrags ausgebaut. In ihrer Dissertation untersucht sie „Urban Pollution of Submarine Groundwater Discharge from Jepara Coastal Region and its Implications for Local Water Management“. Adysari hat bereits als Erstautorin im angesehenen Journal „Science of the Total Environment“ publiziert; weitere Themen ihrer Veröffentlichungen umfassen den submarinen Grundwasserabfluss, die Nährstoffflüsse und deren Reaktionen sowie die Mikrobiologie im Grundwasserabfluss.

Michael Grund (30) hat sein Masterstudium der Geophysik mit Bestnote absolviert und befindet sich seit Mitte 2015 in der Promotion am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Hier analysiert er die Daten des ScanArray-Experiments sowie Messdaten von permanenten Erdbeben-Messstationen im Hinblick auf Geschwindigkeit und Ausbreitungsrichtung seismischer Wellen. Bislang hat er innerhalb einer großen Bandbreite seismologischer und geowissenschaftlicher Forschungsarbeiten überaus hochqualitative Ergebnisse erzielt. Seine so akribische wie kritische Arbeitsweise mit Blick auf Messergebnisse und bestehende Modellvorstellungen spiegelt sich in Publikationen in angesehenen Peer-Review-Journalen wider. Seine Ideen und wissenschaftlichen Diskussionsbeiträge zeigen sein außergewöhnliches Potenzial, geowissenschaftliche Fragen auf verschiedenen Skalen zu erfassen, zu analysieren und zu lösen.

Die DFG verleiht den Bernd Rendel-Preis seit 2002 jährlich an noch nicht promovierte Absolventinnen und Absolventen der Geowissenschaften für wissenschaftliche Zwecke wie die Teilnahme an internationalen Kongressen und Tagungen. Die Preisgelder werden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verwaltet. Die Stiftung wurde in Erinnerung an den jung verstorbenen Geologie-Studenten Bernd Rendel durch seine Familie gegründet.

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