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Bernd Rendel-Preis 2007

Preisträger

Verleihung des Bernd Rendel-Preises 2007 in Bremen: (v.l.) Alexander Gerst, Annett Uhmann (DFG), Steffi Burchardt, Gerold Wefer (Universität Bremen), Henryk Dobslaw, Hubert Miller (München), Klaus-Holger Knorr. Foto: V. Diekamp

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeichnete vier junge Forschende in den Geowissenschaften mit dem Bernd-Rendel-Preis aus. Gleich zwei von ihnen arbeiten in der Vulkanologie. Einer der beiden zeigt in seinen Studien sogar eine neue Methode zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen auf. Die anderen Preisträger beschäftigen sich mit der Modellierung von Vulkanotektonik und Strömungen in Ozeanen sowie der Hydrogeochemie.

Die Preise wurden im Rahmen der Jahrestagung der Geologischen Vereinigung in Bremen vom 1. bis 5. Oktober 2007 verliehen. Der seit 2002 durch die DFG verliehene Bernd Rendel-Preis ist nach dem früh verstorbenen Geologiestudenten Bernd Rendel benannt, dessen Angehörige das Preisgeld gestiftet haben.

Preisträgerinnen und Preisträger 2007

Steffi Burchardt, Geologie

Die Geologin Steffi Burchardt schloss nach einem zügigen Studium von nur neun Semestern ihr Diplom mit sehr gutem Erfolg ab. Sie arbeitet unter anderem zur Vulkanotektonik auf Island. Derzeit promoviert sie in Göttingen und widmet sich dabei der anspruchsvollen Modellierung von tektonischen Zusammenhängen.

Henryk Dobslaw, Geodäsie

Henryk Dobslaw absolvierte sein Studium der Geodäsie in nur elf Semestern und verbrachte dabei ein Jahr an der Uppsala University in Schweden. Seither arbeitet er an der Bestimmung eines numerischen Ozeanmodells. Seine Ergebnisse finden breite internationale Beachtung und werden bereits in zahlreichen geophysikalisch und ozeanographisch ausgerichteten Untersuchungen verwendet.

Alexander Gerst, Geophysik

Alexander Gerst schloss sein Geophysik-Studium an der Universität Karlsruhe und der Victoria University of Wellington, Neuseeland, mit Auszeichnung ab. Gegenwärtig untersucht er in seiner Dissertation in der Vulkanologie die Frühphase von Eruptionen am Mount Erebus in der Antarktis. Schon in seiner Diplomarbeit entdeckte er zeitliche Spannungsänderungen in der Erdkruste unter einem Vulkan in Neuseeland. Da diese in der Regel vor Eruptionen auftreten, stellt die Beobachtung von kontinuierlichen seismischen Monitoringdaten einen neuen Beitrag zur Vorhersage von Vulkanausbrüchen dar.

Klaus-Holger Knorr, Geoökologie

Klaus-Holger Knorr arbeitet in der Hydrogeochemie. Er promoviert seit 2005 im Rahmen der DFG-geförderten Forschergruppe „Dynamik von Bodenprozessen bei extremen meteorologischen Randbedingungen“ zur Bedeutung organischer Substanzen für Elektronentransferprozesse im Grundwasser. Sein Studium der Geoökologie in Bayreuth und Zürich, das durch ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert wurde, schloss er mit Auszeichnung ab.

Preisträger und Programm