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Dr. Asifa Akhtar - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2021

Epigenetik, Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik, Freiburg

Dr. Asifa Akhtar
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Dr. Asifa Akhtar

Asifa Akhtar erhält den Leibniz-Preis für ihre zellbiologischen Arbeiten zu Mechanismen der epigenetischen Genregulation. Mit ihnen leistete sie einen bahnbrechenden Beitrag zum Verständnis der X-Chromosomenregulation, auch als „Dosiskompensation“ bekannt. Dabei handelt es sich um einen Mechanismus, der dafür sorgt, dass beim männlichen und weiblichen Geschlecht die Gene des X-Chromosoms in gleicher Stärke hergestellt werden. Akhtar konnte hier unter anderem den molekularen Mechanismus aufklären, der die unterschiedliche Funktion von MOF (males-absent on the first protein)-Histon-Acetyltransferasen auf dem X-Chromosom und den Autosomen steuert. Akhtar erkannte weiterhin, dass MOF auch bei anderen Prozessen der Regulation des Erbguts beteiligt sind. Diese Erkenntnisse sind grundlegend für das Verständnis entwicklungsbiologischer und pathologischer Prozesse wie beispielsweise bei Krebserkrankungen. In jüngerer Zeit entdeckte Akhtar, dass MOF neben ihrer Rolle bei der Regulierung der Genexpression im Zellkern auch maßgeblich die Genregulation in Mitochondrien steuern. Das erklärt erstmals, wie die epigenetische Genexpression zwischen Kern und Mitochondrien auf Basis des Zellstoffwechsels koordiniert wird.

Asifa Akhtar wurde 1997 am Imperial Cancer Research Fund in London promoviert. Ihre Forschung setzte sie am European Molecular Biology Laboratory in Heidelberg fort, wo sie – nach einem Zwischenstopp an der LMU München – von 2001 bis 2009 eine Forschungsgruppe leitete. Danach wechselte sie an das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg, wo sie 2013 zur Direktorin der Abteilung für Chromatin-Regulierung ernannt wurde. Seit 2019 ist Akhtar Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Zur Person

GEPRIS

Weitere Informationen

Live-Stream zur Verleihung der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise 2021