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Prof. Dr. Juliane Vogel - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2020

Literaturwissenschaft, Universität Konstanz

Prof. Dr. Juliane Vogel
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Prof. Dr. Juliane Vogel

© DFG / David Ausserhofer

Juliane Vogel erhält den Leibniz-Preis für Arbeiten, die in historischer und systematischer Hinsicht Maßstäbe setzen für eine kulturwissenschaftlich inspirierte und hermeneutisch ausgerichtete Literatur- und Theaterwissenschaft mit internationaler Ausstrahlung. Vogel hat mit ihren zahlreichen Büchern und Aufsätzen – insbesondere zur deutschsprachigen und vor allem der österreichischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts – Grenzen der theoretischen und methodischen Orientierung, der kultur- und literaturgeschichtlichen Gegenstandsbereiche und der disziplinären Festlegungen überschritten. So analysierte sie Verfahren der symbolischen Performanz, des „Auftritts“ und der „großen Szene“ aus der Geschichte und Systematik von Dramentext und Theateraufführung heraus und bezog zugleich die Bildkunst und die Geschichte der Mode mit ein. Auf diese Weise legte sie auch die Mechanismen politischer Inszenierungen und Narrative offen. In ihrer dramengeschichtlichen Habilitationsschrift „Die Furie und das Gesetz. Zur Dramaturgie der großen Szene in der Tragödie des 19. Jahrhunderts“ (2001) gelang es Vogel, Darstellungen von Weiblichkeit, Macht und Marginalisierung in Verbindung ästhetischer, sozial- und rechtsgeschichtlicher sowie psychologischer Zugänge herauszuarbeiten.

Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik in Wien und Freiburg absolvierte Juliane Vogel ihre Promotion und Habilitation in Wien. 2007 wurde sie an die Universität Konstanz berufen. Vogel hat in Wien, Berlin, München, Berkeley, Princeton, Chicago und an der Johns Hopkins Universität in Baltimore geforscht und gelehrt. Von 2013 bis 2019 war sie Mitglied im Vorstand des Konstanzer Exzellenzclusters „Kulturelle Grundlagen von Integration“, 2018 war sie Fellow in der DFG-geförderten Kolleg-Forschungsgruppe „BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik“ der FU Berlin. Von 2018 bis 2019 forschte sie als Fellow am Wissenschaftskolleg.

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