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Prof. Dr. Dagmar Schäfer - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2020

Wissenschaftsgeschichte, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin

Prof. Dr. Dagmar Schäfer
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Prof. Dr. Dagmar Schäfer

© DFG / David Ausserhofer

Dagmar Schäfer erhält den Leibniz-Preis für ihre bahnbrechenden Beiträge zu einer umfassenden, globalen und vergleichenden Geschichte von Technik und Wissenschaft. Ihre Arbeiten zu China haben ein neues Licht auf die vom Westen aus diagnostizierte angebliche Stagnation der dortigen Wissensentwicklung geworfen und neue Perspektiven eröffnet für eine Globalgeschichte seit der Periode, die man aus europäischer Sicht „frühe Neuzeit” nennt. Von besonderer Bedeutung sind zwei Werke zu Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik in China während der Ming-Epoche. Mit „Des Kaisers seidene Kleider. Staatliche Seidenmanufakturen in der Ming-Zeit (1368–1644)“, 1998 erschienen, legte Schäfer die Grundlagen für einen Ansatz, in dem Wissens- und Handlungsformen sowohl in ihrem historischen und kulturellen Kontext als auch in den alltäglichen Praktiken untersucht werden. Der Band „The Crafting of the 10,000 Things: Knowledge and Technology in 17th-century China” (2011) entfaltete diese Perspektive. Die Studie war zugleich von grundlegender Bedeutung für die Globalgeschichte, da sie chinesische und europäische Entwicklungen im 17. Jahrhundert ausgewogener miteinander in Beziehung setzte. Damit entwickelte Schäfer neue, im weiten Sinne kulturwissenschaftliche Ansätze und eröffnete so auch vergleichende Perspektiven zu einer umfassenden Globalgeschichte.

Dagmar Schäfer studierte Sinologie, Japanologie und Politikwissenschaften in Würzburg, wo sie 1996 promoviert wurde und sich im Jahr 2005 habilitierte. Sie übernahm 2006 die Leitung einer unabhängigen Forschungsgruppe zur Wissenschafts- und Technikgeschichte Chinas am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin und wechselte 2011 auf den Lehrstuhl für China-Studien und Technikgeschichte an der Universität Manchester. 2013 kehrte sie als Direktorin der Abteilung „Artifacts, Action, Knowledge” an das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte zurück.

Zur Person

GEPRIS

Weitere Informationen

Film zur Verleihung der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise 2020