Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

banner: Kopfbereich DFG2020 Logo - deutsch Für das Wissen entscheiden

Prof. Dr. Markus Reichstein - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2020

Biogeochemie, Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena

Prof. Dr. Markus Reichstein
Bild öffnen

Prof. Dr. Markus Reichstein

© DFG / David Ausserhofer

Mit dem Leibniz-Preis wird Markus Reichstein für seine Beiträge in der datengetriebenen Forschung zur Verbindung von Klima und Biosphäre sowie insbesondere zur Wechselwirkung von terrestrischen Kohlenstoff- und Wasserkreisläufen ausgezeichnet. Reichstein gelang es durch die Entwicklung dichter Monitoring-Verfahren und Analysen, erstmals die Rückkopplungen der Kohlenstoff- und Wasserkreisläufe untereinander und mit dem Klima zu entschlüsseln. Diese fundamentalen Erkenntnisse legen den Grundstein, diese Stoffflüsse auf der Erde nicht nur digital zu erfassen, sondern auch verlässlich vorherzusagen. Reichstein konnte zudem aufklären, wie klimatische Extremereignisse mit den Kohlenstoff- und Wasserflüssen interagieren und damit wiederum auf das Klima zurückwirken. Reichsteins Arbeiten ermöglichen es nun, Datennetze und Datenlücken über Stoffflüsse unseres Planeten weiter zu schließen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um die wechselseitigen Einflüsse von Klimawandel und Ökosystemen über Erdsystemmodellierungen vorhersagen zu können.

Markus Reichstein studierte Landschaftsökologie sowie Botanik, Chemie und Informatik in Münster und promovierte 2001 in Bayreuth, wo er zwei weitere Jahre als Wissenschaftlicher Assistent arbeitete. 2003 bis 2006 forschte er als Marie-Curie-Research Fellow am Forest Ecology Lab der Universität Tuscia in Italien. Ab 2006 leitete er eine Gruppe am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, dort wurde er 2012 zum Direktor berufen. Seit 2014 ist er zudem Professor für Globale Geoökologie an der Universität Jena. Reichstein erhielt mehrere Preise, unter anderem den American Geophysical Union Piers J. Sellers Global Environmental Change Mid-Career Award 2018, den Max Planck-Forschungspreis 2013 und einen ERC Starting Grant.

Zur Person

GEPRIS

Weitere Informationen