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Prof. Dr. Marco Prinz - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2020

Neuropathologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Prof. Dr. med. Marco Prinz
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Prof. Dr. med. Marco Prinz

© DFG / David Ausserhofer

Marco Prinz erhält den Leibniz-Preis für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Neuroimmunologie, die zu einem grundlegend neuen Verständnis der Immunantwort im Gehirn geführt haben. Er hat wegweisende Beiträge zur Rolle des angeborenen Immunsystems im zentralen Nervensystem geleistet. Seine Entdeckungen haben das bisherige Bild einer überaus heterogenen Population von Immunzellen im Gehirn in Richtung distinkter Zelltypen und Signalwege präzisiert. Diese bestimmen entscheidend die Prozesse der Homöostase sowie von Entzündungsreaktionen. Sie sind damit für die Hirnentwicklung, für die Ursachen für das Entstehen von Krankheiten und den Verlauf entzündlicher und neurodegenerativer Erkrankungen von kritischer Bedeutung. Prinz’ innovative methodische Ansätze beeinflussen die Immunologie und die Neurowissenschaft weit über das eigene Forschungsfeld hinaus. Sie weisen den Weg zu neuen Behandlungsmöglichkeiten entzündlicher und neurodegenerativer Erkrankungen im Zentralnervensystem.

Marco Prinz studierte Medizin an der HU Berlin, wo er auch promoviert wurde. Nach Postdoc-Aufenthalten am Max-Delbrück-Centrum, dem Universitätsspital Zürich und an der Universität Göttingen folgte Prinz 2008 einem Ruf als Professor und Ärztlicher Direktor des Instituts für Neuropathologie an das Uniklinikum Freiburg. Er war Co-Sprecher der DFG-Forschungsgruppe „Brain Macrophages“ (2010-2015) und ist Sprecher des SFB/Transregio „NeuroMac“ (seit 2017). Prinz wurde 2015 mit einem Reinhart Koselleck-Projekt der DFG und 2018 mit dem Ernst Jung-Preis für Medizin ausgezeichnet.

Zur Person

GEPRIS

Weitere Informationen

Film zur Verleihung der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise 2020