Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

banner: Kopfbereich DFG2020 Logo - deutsch Für das Wissen entscheiden

Prof. Dr. Andrea Musacchio - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2020

Zellbiologie, Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Dortmund

Prof. Dr. Andrea Musacchio
Bild öffnen

Prof. Dr. Andrea Musacchio

© DFG / David Ausserhofer

Andrea Musacchio erhält den Leibniz-Preis für seine bahnbrechenden strukturbiologischen Arbeiten zu Mechanismen der Chromosomensegregation bei der Zellteilung. Musacchios Fokus liegt dabei auf der Struktur und Funktion des Kinetochors – einer äußerst komplexen Struktur, die bei der Zellteilung für die Verteilung der Chromosomen auf die Tochterzellen eine zentrale Funktion ausübt. Durch die Kombination von Strukturanalysen mit biochemischen und zellbiologischen Studien hat Musacchio grundlegende Einblicke in die Funktion und Regulation des Kinetochors gewonnen und so einen herausragenden Beitrag zum Verständnis der kritischen Phasen der Zellteilung geleistet. Ebenso wichtig war sein Beitrag zur Aufklärung der Regulation der Anheftung der Mikrotubuli an die Chromosomen: Er identifizierte einen entscheidenden Kontrollmechanismus, der sicherstellt, dass die Zellteilung so lange verzögert wird, bis alle Chromosomen angeheftet sind. Mit dem sogenannten Mad2-template-Modell schuf er die Grundlagen, um die Kontrolle dieses Schritts während der Zellteilung zu verstehen.

Nach seinem Studium der Biologie an der Universität Tor Vergata in Rom wurde Andrea Musacchio am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg promoviert. Als Postdoktorand ging er an die Harvard Medical School, ab 1998 leitete er eine Forschungsgruppe am European Institute of Oncology in Mailand. Seit 2011 ist Musacchio Direktor der Abteilung für Mechanistische Zellbiologie am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund sowie seit 2012 Honorarprofessor an der Universität Duisburg-Essen. Musacchio wurde 2009 als Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO) gewählt. Er hat zwei ERC Advanced Grants erhalten (2009 und 2015) und wird 2020 den Vorsitz der Biomedizinischen Sektion der Max-Planck-Gesellschaft übernehmen.

Zur Person

GEPRIS

Weitere Informationen