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Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2019

Chemische Verfahrenstechnik, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und Leibniz-Institut für Interaktive Materialien (DWI), Aachen

Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling
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Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling

© DFG

Mit Matthias Wessling erhält einer der weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Membrantechnologie und Polymerforschung den Leibniz-Preis 2019. Er wird geehrt für seine richtungsweisenden Arbeiten zur Synthese, Beschreibung und zum Verständnis semipermeabler, also teilweise durchlässiger synthetischer Membranen. Generell sind Membrane dünne Materialschichten, die zwei Räume voneinander trennen. Damit werden sie zu wichtigen Bestandteilen in vielen industriellen Prozessen, etwa bei der Wasserentsalzung, Abwasser- und Abgasbehandlung oder bei Hochleistungsbatterien und Brennstoffzellen. Durch Wesslings Forschungsarbeiten war es erstmals möglich, die Membranfunktionalität präzise zu justieren und die daraus resultierenden Wirkmechanismen zu analysieren und zu verstehen. Seine grundlegenden Untersuchungen finden inzwischen in vielen Produkten Verwendung, sowohl in der Industrie als auch in der Medizintechnik, etwa bei der Nierendialyse. Derzeit arbeitet Wessling verstärkt daran, die Welt der synthetischen und biologischen Membranen zusammenzuführen.

Matthias Wessling studierte Chemietechnik in Dortmund und Cincinnati. Danach forschte er in den Niederlanden, wo er an der Universität Twente promoviert wurde und eine Professur für Membrantechnologie innehatte. 2010 folgte er einem Ruf als Humboldt-Professor an die Forschungsinitiative „Next Generation Processes and Products“ der RWTH Aachen. In Aachen widmete er sich zudem dem Ausbau des Leibniz-Instituts für Interaktive Materialien (DWI).

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