Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Prof. Dr. Wolfgang Wernsdorfer - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2019

Experimentelle Festkörperphysik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Prof. Dr. Wolfgang Wernsdorfer
Bild öffnen

Prof. Dr. Wolfgang Wernsdorfer

© DFG

In Würdigung seiner Pionierarbeiten zu Nanomagnetismus und Einzelmolekülmagneten wird Wolfgang Wernsdorfer der Leibniz-Preis zuerkannt. Wernsdorfer steht in besonderer Weise für die enormen Fortschritte auf diesem Forschungsfeld, das von Grundlagenuntersuchungen an Einzelmolekülmagneten bis zu molekularer Quantenspintronik reicht. Bereits als Doktorand konnte er mit dem sogenannten nano-SQUID ein bahnbrechendes Messinstrument entwickeln, mit dessen Hilfe er die magnetischen Eigenschaften von einzelnen Nanostrukturen und Molekülen untersuchen konnte. Mit diesem Gerät erkundete er weitere physikalische Phänomene, darunter den Mechanismus der Magnetisierungsumkehr. Ebenso zeigte Wernsdorfer, dass einzelne Moleküle ein signifikantes magnetisches Moment tragen und über einen langen Zeitraum eine stabile Orientierung ähnlich zu herkömmlichen Magneten aufweisen können – dies galt bis dahin als nicht möglich. Diese Einzelmolekülmagnete weisen nicht nur die klassischen Eigenschaften von Magneten auf, sondern auch Quanteneigenschaften, die sich für die Entwicklung von Quantencomputern nutzen lassen könnten. Dafür forscht Wernsdorfer zurzeit daran, kleine molekulare Quantumprozessoren in hochmoderne Quantenelektronik zu integrieren.

Wolfgang Wernsdorfer studierte an der Universität Würzburg Physik. Danach wechselte er zum Louis Néel-Institut in Grenoble, an dem er 1996 promoviert wurde, sich 2002 habilitierte und zuletzt als Research Director tätig war, bevor er 2016 als Humboldt-Professor an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) kam.

Zur Person

GEPRIS

Laudatio auf

Weitere Informationen