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Prof. Michèle Tertilt Ph.D. - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2019

Wirtschaftswissenschaften, Universität Mannheim

Prof. Michèle Tertilt Ph.D.
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Prof. Michèle Tertilt Ph.D.

© DFG

Michèle Tertilt erhält den Leibniz-Preis 2019 für ihre Leistungen an der Schnittstelle von Makroökonomie, Entwicklungsökonomie und Familienökonomie, mit denen sie den Wirtschaftswissenschaften neue Perspektiven aufgezeigt hat. Tertilts Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Einfluss von Geschlechterrollen und Familienstrukturen auf wirtschaftliches Wachstum, Investitionen in Humankapital und ökonomische Entwicklung. Mit diesem Ansatz integrierte sie die Familienökonomie in die Entwicklungs- und die Makroökonomie. In ihrer Arbeit „Women’s Liberation: What’s in It for Men?“ von 2009 untersuchte sie beispielsweise die Durchsetzung von Frauenrechten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Diese fiel vor allem in ihrer frühen Phase in Großbritannien und den USA mit einem drastischen Rückgang der Geburtenrate und einem schnellen Anstieg der allgemeinen Schulbildung zusammen. So wie bei diesem Thema verbindet Tertilt generell komplexe ökonomische Gleichgewichtsmodelle mit empirischen und wirtschaftshistorischen Untersuchungen. Darüber hinaus bringt sie sich auch in Debatten über aktuelle wirtschaftspolitische Fragen ein.

Michèle Tertilt studierte Wirtschaftswissenschaften in Bielefeld und an der University of Minnesota, an der sie auch promoviert wurde. Anschließend war sie acht Jahre als Assistant Professor an der Stanford University tätig, bevor sie 2010 einem Ruf an die Universität Mannheim folgte und nach Deutschland zurückkehrte. In Mannheim ist sie zurzeit Projektleiterin im DFG-geförderten SFB „Economic Perspectives on Societal Challenges“. Von 2013 bis 2017 war sie zudem leitende Herausgeberin der „Review of Economic Studies“, einer der renommiertesten Zeitschriften der Ökonomie.

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