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Prof. Dr. Brenda Schulman - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2019

Biochemie, Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB), Martinsried

Prof. Dr. Brenda Schulman
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Prof. Dr. Brenda Schulman

© DFG

Der Leibniz-Preis für Brenda Schulman zeichnet deren bedeutende biochemische und strukturbiologische Arbeiten zu den molekularen Mechanismen des Ubiquitin-Systems aus. Im Mittelpunkt ihres Forschungsinteresses stehen Formen der posttranslationalen Modifikation, bei der ein zelluläres Protein nach der vollständigen Translation verändert wird. Diese Veränderung kann durch das kleine Protein Ubiquitin (UB) oder strukturell verwandte Ubiquitin-ähnliche Proteine (UBL) ausgelöst werden. Dank Schulman ist die Modifikation durch UB oder UBL nun besser verstanden: Eine Fehlregulation führt zu zahlreichen Funktionsstörungen, wie zum Beispiel Krebs oder neurodegenerativen Störungen. Schulman konnte zudem die Frage beantworten, wie bei UB- und UBL-Modifikationen die Struktur und die Funktion ihrer Proteintargets verändert wird, um so diverse zelluläre Prozesse wie Proteintransport, Zellteilung und Autophagie zu regulieren. Dabei kombinierte sie Proteinkristallografie und Cryo-Elektronenmikroskopie mit biochemischen und zellbiologischen Methoden. Darüber hinaus entwickelte sie Strategien, um transiente Ubiquitylierungs-Intermediate zu stabilisieren und dadurch tiefe Einblicke in die molekularen Mechanismen zu erhalten. Neben diesen grundlegenden Studien arbeitet Schulman auch an der Übertragung ihrer Erkenntnisse in die Therapie.

Brenda Schulman studierte in Baltimore Biologie und wurde 1996 am Massachusetts Institute of Technology (MIT) promoviert. Nach Postdoc-Stellen in Boston und New York arbeitete sie bis 2017 in Memphis am St. Jude Children’s Research Hospital, zuletzt als Co-Direktorin der Programme Krebsgenetik, Biochemie und Zellbiologie. 2016 wurde sie Direktorin der Abteilung Molekulare Maschinen und Signalwege am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, seit Oktober 2018 ist sie zudem Honorarprofessorin an der TU München.

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