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Prof. Dr. Marina Rodnina - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2016

Biochemie, Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie (Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut), Göttingen

Prof. Dr. Marina Rodnina
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Prof. Dr. Marina Rodnina

© DFG / Ausserhofer

Marina Rodnina wird mit dem Leibniz-Preis für ihre wegweisenden Beiträge zum Verständnis der Funktion von Ribosomen ausgezeichnet. Diese äußerst komplexen molekularen Maschinen synthetisieren aus Aminosäuren Proteine. Rodninas Interesse gilt vor allem der Frage, wie dieser Prozess der Translation möglichst präzise und ohne Fehler ablaufen kann – was eminent wichtig ist, da ein einziger „falscher“ Baustein zu einem defekten Protein und zu Schäden in der gesamten Zelle führen kann. Durch die Kombination kinetischer und fluoreszenzbasierter Methoden konnte Rodnina völlig neue Einblicke in die Struktur und Funktion der Ribosomen gewinnen; ihre Erkenntnisse bilden das bislang umfassendste konzeptionelle und quantitative Gerüst für das Verständnis der Translation. In weiteren Arbeiten konnte sie eine Reihe von Proteinen identifizieren und ihre Funktion aufklären, etwa beim Hilfsprotein EF-P, wodurch sich neue Möglichkeiten der Abwehr von Bakterien eröffnen. Schließlich entschlüsselte Rodnina den Mechanismus des „Umkodierens“, mit dem vor allem Organismen mit kleinem Genom ihr Leseraster in der Translation bewusst verändern, um mehr Proteine herzustellen. Diese und die anderen Erkenntnisse Rodninas haben längst Eingang in die Lehrbücher gefunden und sind international hoch anerkannt.

In Kiew geboren und dort nach dem Biologie-Studium auch in Molekularbiologie und Genetik promoviert, kam Marina Rodnina 1990 mit einem Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung an die Universität Witten-Herdecke, an der sie sich auch habilitierte und Professorin für Physikalische Biochemie wurde. Seit 2008 ist sie Direktorin am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.

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