Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Prof. Dr. Laurens W. Molenkamp - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2014

Experimentelle Festkörperphysik, Universität Würzburg

Prof. Dr. Laurens Wigbolt Molenkamp
Bild öffnen

Prof. Dr. Laurens Wigbolt Molenkamp

© DFG / David Ausserhofer

Laurens Molenkamp hat mit seiner wichtigsten Arbeit ein komplett neues Forschungsgebiet mitbegründet. Nach einer Vielzahl von grundlegenden Beiträgen zur experimentellen Festkörperphysik und insbesondere der Halbleiter-Spintronik gelang ihm 2007 die erste experimentelle Verifizierung eines bis dahin nur theoretisch vorhergesagten neuen Quantenzustands der Materie: der sogenannten topologischen Isolatoren. Der von Molenkamp experimentell nachgewiesene „Quanten-Spin-Hall-Effekt" ist verwandt mit dem „Quanten-Hall-Effekt", der bedeutendsten Entdeckung in der Festkörperphysik in den 1980er-Jahren. Im Gegensatz zu diesem tritt der „Quanten-Spin-Hall-Effekt" ohne ein externes Magnetfeld auf, sondern nutzt stattdessen eine starke Spin-Bahn-Kopplung und eröffnet damit eine Vielzahl von potenziellen Anwendungen, zum Beispiel in der Informationstechnologie. Diese Entdeckung hat sowohl der Grundlagen- als auch der angewandten Forschung fundamentale Impulse gegeben und „Topologische Isolatoren" zu einer der weltweit aktivsten Forschungsrichtungen der Festkörperphysik gemacht. In Deutschland führte sie nicht zuletzt zur Einrichtung des DFG-Schwerpunktprogramms „Topologische Isolatoren".

Geboren 1956, studierte Laurens Molenkamp physikalische Chemie in Groningen, wo er 1985 auch promoviert wurde. Anschließend war er fast ein Jahrzehnt in der industriellen Forschung tätig, bevor er 1994 auf eine Professur an der RWTH Aachen berufen wurde. Seit 1999 hat Molenkamp einen Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Universität Würzburg inne. Seine Arbeiten, allen voran zum Quanten-Spin-Hall-Effekt, sind hochrangigst publiziert und zitiert und haben ihm mehrere Auszeichnungen eingebracht, zuletzt einen Advanced Grant des ERC.

Zur Person

GEPRIS

Laudatio auf

Weitere Informationen