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Prof. Dr. Artemis Alexiadou - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträgerin 2014

Linguistik, Universität Stuttgart

Prof. Dr. Artemis Alexiadou
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Prof. Dr. Artemis Alexiadou

© DFG / David Ausserhofer

Mit Artemis Alexiadou wird eine herausragende und weltweit anerkannte Sprachwissenschaftlerin mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet. Ihr Forschungsfeld ist die moderne Grammatiktheorie und hier die Modellbildung für linguistische Strukturen, für die sie zentrale methodische Standards gesetzt und die Forschungsentwicklung international wesentlich geprägt hat. Dabei widmete sie sich einer Kernfrage der linguistischen Forschung, nämlich dem Verhältnis der Eigenschaften von Nomina und Verben. Indem Alexiadou parallele Strukturen in Verbal- und Nominalphrasen und die diesen zugrunde liegenden Regeln und Gesetze aufzeigte, leistete sie einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung von Modellen und Theorien zum menschlichen Sprachverständnis. Über die Modellbildung für linguistische Strukturen hinaus hat Artemis Alexiadou in ihrem zweiten großen Forschungsgebiet grundlegende empirische Erkenntnisse über die Syntax einer großen Zahl von Einzelsprachen erzielt. So entdeckte sie in einer Vielzahl von sehr unterschiedlichen Sprachen Muster und Netzwerke von Phänomenen, die zuvor unbekannt waren und die zu neuen Leitideen über das Funktionieren von Sprache beitrugen.

1969 im griechischen Volos geboren, studierte Artemis Alexiadou in Athen und in Reading Philologie und Linguistik, bevor sie in Berlin promoviert wurde und sich 1999 habilitierte. Gefördert mit einem Heisenberg-Stipendium der DFG, wurde sie bereits 2002 auf die Professur für Theoretische und Englische Linguistik an der Universität Stuttgart berufen. Ihre ebenso erfolgreiche wie produktive Forschungstätigkeit verbindet sie mit starkem Engagement in der Wissenschaftsorganisation und wissenschaftlichen Selbstverwaltung, unter anderem als Sprecherin eines DFG-geförderten Internationalen Graduiertenkollegs sowie eines Sonderforschungsbereichs. Nicht zuletzt hat Alexiadou große Anziehungskraft auf den wissenschaftlichen Nachwuchs aus aller Welt.

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