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Prof. Dr. Frank Glorius - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2013

Molekülchemie, Universität Münster

Prof. Dr. Frank Glorius
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Prof. Dr. Frank Glorius

© DFG / David Ausserhofer

Mit gerade 40 Jahren ist Frank Glorius einer der weltweit bedeutendsten Experten in der hart umkämpften Organischen Katalyseforschung. Dies gilt speziell für eines ihrer schwierigsten Gebiete, nämlich der Aktivierung von C-H-Bindungen. Mit diesen können gezielt Bindungen zwischen Kohlenstoffatomen erzeugt werden, was für den Aufbau komplexer organischer Moleküle, etwa für Pharmazeutika oder Pflanzenschutzmittel, aber auch bei Komponenten für neue Materialien oder für die Ernährung essenziell ist. Mit seiner Anwendung der C-H-Aktivierung für die Synthese von heterozyklischen Verbindungen hat Glorius hier ebenso Pionierarbeit geleistet wie auf dem von ihm ganz maßgeblich entwickelten Gebiet der durch zweiwertiges Rhodium katalysierten oxidativen Kreuzkupplungen. Genauso weisen schließlich auch seine Forschungen zur Verwendung der sogenannten „N-heterozyklischen Carbenliganden“ in der Organokatalyse Frank Glorius als absolute Ausnahmeerscheinung auf seinem Gebiet aus, der bereits jetzt Bahnbrechendes geleistet hat, den Höhepunkt seiner Produktivität aber sogar noch vor sich haben dürfte.

Frank Glorius studierte Chemie in Hannover und am Max-Planck-Institut (MPI) für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr. Nach der Promotion in Basel forschte er zunächst in Harvard und erneut am Mülheimer MPI. Mit nur 32 Jahren wurde er Professor für Organische Chemie in Marburg, 2007 folgte er dem Ruf nach Münster. Vor dem Leibniz-Preis wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, so mit dem renommierten Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer und einem Starting Grant des ERC.

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