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Prof. Dr. Immanuel F. Bloch - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2005

Experimentalphysik, Universität Mainz (1,55 Mio. Euro)

Prof. Dr. Immanuel F. Bloch

Prof. Dr. Immanuel F. Bloch

Ein erster wissenschaftlicher Durchbruch gelang Immanuel Bloch 1999, als er gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern den "Münchner Atomlaser" entwickelte. In diesem Experiment wurden erstmals Bose-Einstein-Kondensate genutzt, um einen kontinuierlichen Strahl kohärenter Materiewellen auszusenden. Diese ähneln dem Lichtstrahl eines Lasers, bestehen aber im Unterschied zu diesem aus ultrakalten Atomen. Durch Überlagerung zweier solcher Materiewellen erhält man, ähnlich wie bei herkömmlichen Lasern, ein Interferenzmuster wechselseitiger Verstärkung und Auslöschung der Materiewellen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Immanuel Bloch ist die Manipulation von ultrakalten Bose-Gasen mit Hilfe eines Gitters aus Lichtwellen. Durch den Einsatz von Laserstrahlen hat er dabei erstmals ein Bose-Einstein-Kondensat so verändert, dass es in einen neuen Materiezustand überführt wurde, den so genannten Mott-Isolator-Zustand. Dieser Materiezustand hat grundlegend neue Eigenschaften, die unter anderem für die Entwicklung von Quantencomputern genutzt werden.

Immanuel Bloch studierte von 1991 bis 1996 Physik an der Universität Bonn. Nach einem einjährigen Forschungsaufenthalt an der Stanford University in den USA schloss er 2000 in München seine Promotion ab. 2003 nahm er im Alter von nur 31 Jahren einen Ruf als C4-Professor an die Universität Mainz an.