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Prof. Dr. Günter M. Ziegler - Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2001

Lebenslauf

1963 geb. in München 

1969-1972 Grundschule in München

1972-1981 Ernst-Mach-Gymnasium in Haar bei München

1981-1984 Studium der Mathematik und Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität, München

1984-1987 Mathematik-Studium am Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge MA

1987 Doctor of Philosophy am MIT (Dr. rer. nat./MIT), bei Prof. Anders Björner

Doktorarbeit: "Algebraic Combinatorics of Hyperplane Arrangements" 

1987-1991 Universität Augsburg, Assistent bei Prof. Martin Grötschel

1991-1992 Forschungsjahr "Combinatorics" am Institut Mittag-Leffler, Djursholm, Schweden

1992-1994 Leiter (mit Prof. M. Grötschel) der Abteilung "Kombinatorische Optimierung"

am Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin (ZIB Berlin)

1992 Habilitation an der TU Berlin

Habilitationssschrift "Combinatorics and Topology of Subspace Arrangements" 

1992-1994 Privatdozent an der TU Berlin

1993-2000 Dozent des DFG-Graduiertenkollegs "Algorithmische Diskrete Mathematik"

1995-1998 Professor (C3) an der TU Berlin für "Diskrete Mathematik (unter besonderer Berücksichtigung computergestützter Methoden)" 

seit 1998 Professor (C4) an der TU Berlin

seit 2000  Dozent des Eure-Graduiertenkollegs "Combinatories, Geometry, and Computing"

 

Preise und Auszeichnungen

1980,1981 Bundessieger im "Bundeswettbewerb Mathematik"

1981 First Prize, Internationale Mathematik-Olympiade, Washington DC

1981-1986 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes

1982 Bundessieger Mathematik/Informatik im Wettbewerb "Jugend forscht"

1993 Literaturpreis der schwulen Buchläden für "Fragmente einer Legende" ("Alle Personen sind erfunden. Die Engel sind echt .")

1994  Gerhard Hess-Forschungsforderpreis der DFG

1995-1998 "Konrad-Zuse-Fellow" am ZIB Berlin 

1997-2000 Mitglied des Vorstands der Deutschen Mathematiker-Vereinigung

Herausgeber der Mitteilungen der DMV 

2001 Visiting Miller Research Professorship, WC Berkeley

Forschungsschwerpunkte

Können Sie in zwei Sätzen erklären . . . ?" fangen beliebte Journalisten-Fragen an.

Kann ich nicht - zumindest, was den "technischen Kern" meiner Entdeckungen, Untersuchungen und Erkundungen angeht. Mathematik ist eben doch eine komplizierte Sache. Sie ist eben vielfaltig, hochentwickelt und weitverzweigt.

Ich beschäftige mich mit Problemen der linearen und diskreten Optimierung (die sich im "wirklichen Leben" in Busfahrplänen und in (nicht-)überlasteten Mobilfunknetzen widerspiegeln, mit Fragen der diskreten Geometrie (die den Bogen von der Struktur der vierdimensionalen Polyeder bis zu Anwendungen in der Computergraphik und dem Computer Aided Design spannen), und mit der Topologie von diskreten Strukturen (was Hilfsmittel dafür liefert, zu messen, ob ein Objekt "stark zusammenhängt" oder "niedrig-oder hoch-dimensionale Löcher oder Defekte hat").

Viele Ideen in diesen Untersuchungen sind einfach und geometrisch; die technische Durchführung basiert auf akkumuliertem Wissen aus Lehrbüchern, Vorlesungen, alter oder ganz neuer Fachliteratur, und oft am entscheidenden Punkt auf einem Gespräch mit einem Mitarbeiter oder Kollegen, in dem einem Verbindungen klar werden zwischen Dingen, die gerade eben noch gedanklich "weit auseinander lagen".