Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

EXPLORE Materials Chains – EXMAC (Universitätsallianz Ruhr)

Ideenwettbewerbspreisträger 2017

Die Förderung des internationalen Forschungsmarketings in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) und des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich Materialwissenschaften war das Ziel des Programms EXPLORE Materials Chain (EXMAC). EXMAC soll Juniorprofessoren und -professorinnen, Nachwuchsgruppenleitende und Habilitanden und Habilitandinnen aus der UA Ruhr beim Aufbau eigener internationaler Netzwerke unterstützen sowie Postdocs aus aller Welt von dem leistungsstarken Wissenschaftsstandort Ruhrgebiet überzeugen.

© Pixabay, „Zeche Zollverein, Essen“

#idea
30 junge UA Ruhr Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem Profilschwerpunkt Materials Chain haben dazu ihr Forschungsprofil auf eine eigens eingerichtete EXMAC Webseite gestellt. Es wurde eine Ausschreibung formuliert und über die bestehenden internationalen Netzwerke und die Verbindungsbüros der UA Ruhr in New York, Sao Paulo und Moskau verbreitet. Internationale Postdocs konnten sich auf diese Ausschreibung bewerben, wobei einerseits die wissenschaftliche Passung dargestellt, aber auch das Interesse bekundet werden musste, dass eine der drei Universitäten für eine Postdoc-Phase geeignet ist oder eine nachhaltige Kooperation in Form gemeinsamer Publikationen oder Forschungsanträge angedacht ist.

#umsetzung
Es gingen 97 Bewerbungen aus 22 Ländern ein, von denen schließlich 23 internationale Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus 12 Ländern ausgewählt und eingeladen wurden. Das Programm fand vom 27.11.-14.11.2018 statt und ermöglichte den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen sich mehr als 100 Stunden über gemeinsame Forschungsideen auszutauschen. Unterstützt wurde der Aufenthalt durch ein Rahmenprogramm mit Welcome Dinner, einem Workshop zum Thema Grant Writing, einer Exkursion innerhalb des Ruhrgebiets und einem Farewell Dinner. Zusätzlich konnten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an der Materials Chain International Conference vom 12.-14.11.2018 in Bochum teilnehmen und sich so zusätzlich mit internationalen Experten austauschen. Direkt nach dem Aufenthalt wurden sowohl die Hosts als auch die Gäste befragt und die Evaluation des Programms zeigt sehr erfreuliche Ergebnisse. Durch den Austausch während des Aufenthalts wurden mindestens acht gemeinsame Forschungsprojekte, acht gemeinsame Publikationen sowie drei gemeinsame Workshops oder Konferenzen jeweils konkret geplant bzw. bis zum Stadium der Antragerstellung geführt. Im Projektverlauf wurde bereits der Wunsch nach einem Gegenbesuch geäußert, der auch nach Absprachen mit dem Geldgeber erfüllt werden konnte: sieben UA Ruhr Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen hatten somit die Möglichkeit, ihren ehemaligen Gästen im Januar/Februar 2019 einen Gegenbesuch abzustatten, bei dem die gemeinsamen Forschungsvorhaben weiter konkretisiert werden konnten.

© Pixabay „Ruhr Museum, Essen“

Ebenso erfreulich war, dass aufgrund des universitätsübergreifenden Ansatzes EXMAC auch die Forschungskooperation auf UA Ruhr Ebene innerhalb Materials Chain sowie die gemeinsame Plattform Research Academy Ruhr unterstützt hat. Zudem hat dieser Preis für Forschungsmarketing an sich und die Frage der Verantwortlichkeiten für dieses Thema an den drei Universitäten sensibilisiert und die Diskussionen in viele verschiedene Richtungen angeregt. Wir sind ausdrücklich der Meinung, dass das Projekt für uns erfolgreich war und sind darauf gespannt, welche Effekte bzw. Ergebnisse die zweite Evaluation nach einem Jahr aufzeigen wird. Dies wäre eine weitere substantielle Grundlage, um das Format weiter zu entwickeln bzw. weiterzuführen, sowohl im Bereich des Profilschwerpunkts Materials Chain als auch in anderen gemeinsamen Forschungsbereichen der UA Ruhr.

#outlook
Die internationalen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen dieses Formates werden in einer „EXPLORE“ Hall of Fame sichtbar gemacht und bleiben somit nachhaltig als Botschafter und Botschafterinnen und Ansprechpersonen für weitere Kooperationen sichtbar. Wir hoffen, dass damit „EXPLORE“ als Marke etabliert wird und dazu beiträgt, die internationale Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Ruhr und des Forschungsstandort Deutschlands zu stärken.

Mehr über das Projekt auf der Homepage.