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WiRe – Women in Research (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Ideenwettbewerbspreisträger 2017

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© WiRe, Lamaze

Internationale Postdoktorandinnen in ihrem akademischen Werdegang fördern und gleichzeitig die internationale Sichtbarkeit Deutschlands sowie der Universität als gleichermaßen forschungsstarken wie familienfreundlichen Standort steigern: Das ist die Idee des Münsteraner Projekts „WiRe – Women in Research“.

 

 

#idea: Internationale Sichtbarkeit und Karriereentwicklung internationaler Nachwuchswissenschaftlerinnen
Durch ein attraktives Angebot, welches die besonderen Herausforderungen für Forscherinnen berücksichtigt, möchte WiRe hochkarätige internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen für einen Forschungsaufenthalt an der WWU Münster gewinnen. Über einen Zeitraum von einem bis zu sechs Monaten können die Postdoktorandinnen die exzellenten Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an der WWU sowie die hohe Lebensqualität in Münster kennenlernen. Mit der Fokussierung auf die Postdoc-Phase wirkt WiRe der Tendenz entgegen, dass immer noch besonders viele Frauen ihre wissenschaftliche Karriere an der „Sollbruchstelle Postdoc“ beenden. Mit gezielten Unterstützungs- und Karriereentwicklungsangeboten sowie einem Familienbonus reagieren die WiRe-Stipendien auf die speziellen Herausforderungen für Forscherinnen in dieser Phase.

Die internationale Sichtbarkeit Deutschlands und Münsters als optimalem Ausgangspunkt für eine wissenschaftliche Karriere wird darüber hinaus durch eine intensive Wissenschaftskommunikation und Transferevents zu den Forschungsaufenthalten der internationalen Fellows an der WWU erhöht. Eine Besonderheit des WiRe-Programms liegt daher auch darin, dass Bewerberinnen neben einer Forschungsprojektskizze auch konkrete Ideen zu Outreach- und Wissenschaftskommunikationsprojekten zu ihrer wissenschaftlichen Arbeit einreichen.

#umsetzung
Ein Konzept, das aufgeht: Bereits die erste Stipendienausschreibung Anfang 2018 zog exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt an. Das internationale Interesse an dem Programm – und damit auch am Forschungsstandort WWU Münster/ Deutschland – stieg mit den beiden folgenden Calls kontinuierlich an. Dies belegen stark wachsende Nachfrage- und Bewerberinnenzahlen. Von rund hundert Bewerberinnen wurden in der ersten Projektlaufphase 2018-2019 acht Nachwuchswissenschaftlerinnen aus allen Teilen der Welt ausgewählt und an der WWU individuell unterstützt: Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten unterstützte das Team der WWU u.a. dabei, Angebote für Partner (wie Sprachkurse) zu organisieren oder die Kinder der Fellows in einem Ferienbetreuungsprogramm unterzubringen. Auf reges Interesse stießen bei den Fellows auch Informations- und Workshopangebote zu Themen wie „Als Forscherin Bewerbungsgespräche in der Wissenschaft erfolgreich meistern“.

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© WiRe, Lamaze

Ihre Ideen zur Wissenschaftskommunikation arbeiteten die Fellows vor Ort in Münster mit dem Kommunikationsteam von WiRe zu konkreten Kommunikationsprojekten aus. Neben Schulworkshops für Oberstufenschüler, die einen lebendigen Einblick in die aktuelle Forschung einiger Fellows gaben, dient der vom Projektteam eingerichtete Science Blog „WiRe – Women in Research@WWU“ als zentrale Kommunikationsplattform. Auf dem Blog berichtet das Projektteam mit und über die Fellows, ihre Forschungsprojekte und Erfahrungen während des Aufenthalts in Münster. Auch Themen wie die besonderen Herausforderungen von Frauen auf dem Weg zu einer wissenschaftlichen Karriere werden dargestellt. Über den Blog werden auch jüngere internationale Zielgruppen erreicht: Als Role-Models können die internationalen WiRe-Stipendiatinnen so Schülerinnen, Studentinnen und Doktorandinnen für eine wissenschaftliche Karriere inspirieren.

#outlook
Nach der ersten Runde von WiRe – Women in Research zieht die WWU Münster eine durchweg positive Bilanz: Alle internationalen Nachwuchswissenschaftlerinnen konnten einen Eindruck von der exzellenten Ausgangsbasis Münsters und Deutschlands für ihre Forschung gewinnen. Die Begeisterung für diese Bedingungen zeigt sich u.a. darin, dass alle Stipendiatinnen ihren Aufenthalt an der WWU verlängern wollten (und konnten) und/oder bereits zukünftige und längerfristige Projekte mit Forscherinnen der Universität Münster planen. Neben den Forschungsbedingungen waren die individuelle Betreuung der Stipendiatinnen, das Eingehen auf die jeweilige (familiäre) Situation und Bedürfnisse Kernaspekte für den Erfolg. Gleichzeitig hat das Projekt die Sensibilität innerhalb der WWU für die besonders herausfordernde Situation von Nachwuchswissenschaftlerinnen erhöht und so Anstöße zum weiteren Ausbau gezielter Unterstützungsangebote gegeben.

Ebenfalls konnte bereits in der ersten Projektphase die internationale Sichtbarkeit für die WWU und damit stellvertretend für den Forschungsstandort Deutschland durch die Stipendienausschreibungen und die Kommunikationsleistungen erhöht werden. Steigende Bewerberinnen- und Anfragezahlen sowie Seitenabrufe des Blogs und der Projektwebseite belegen dies.

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© WiRe

Dank der durchweg positiven Bilanz entwickelt die WWU die Projektidee derzeit weiter und wird verschiedene Bausteine in andere Programme übernehmen.

Mehr über das Projekt auf der Homepage und dem Projekt-Blog: