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The Pan-African Soil Challenge (Forschungszentrum Jülich)

Ideenwettbewerbspreisträger 2017

Das Klima ändert sich, die Bevölkerung wächst, Afrika steht vor großen Herausforderungen. Wissenschaftlicher Austausch kann helfen: Das Projekt PASCAL soll die Menschen dort unterstützen, langfristig ihre Ernährung zu sichern.

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© Forschungszentrum Jülich / Marcel Bülow

#idea
Übergeordnetes Ziel von und Motivation für PASCAL ist es, Afrika angesichts der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung und vor dem Hintergrund des Klimawandels beim Aufbau einer sicheren und nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion zu unterstützen. Mit dem Projekt selbst werden drei konkrete Ziele verfolgt: (1) Durchführung der wissenschaftlichen Trainings zur Vermittlung der theoretischen und praktischen Methodenkompetenz zur Anwendung von Simulationsmodellen unter Nutzung von Höchstleistungsrechnern (Supercomputer), (2) Aufbau einer Wissenschaftsbrücke zu afrikanischen Partnern nach dem Vorbild des Jülicher Science Bridge-Modells und (3) Steigerung der internationalen Sichtbarkeit Deutschlands als exzellentem Standort für Wissenschaft und Forschung.

#umsetzung
Nach elfmonatiger Vorbereitungszeit fand vom 26. bis 30. November 2018 die PASCAL Projektwoche in Ghana statt. PASCAL – ein Akronym für „The Pan-African Soil Challenge – Die Ressource Boden als panafrikanische Herausforderung“ bestand aus drei voneinander unabhängigen Einheiten: (1) Ein Training zur Anwendung von Methoden des High-Performance Computing (HPC) in der Modellierung terrestrischer Systeme, (2) ein Hackathon zur Software HYDRUS (u.a. Wasserbewegung und Transport gelöster Stoffe in porösen Medien) und (3) einem Begleitprogramm/Karrieremesse zu den Themen „Studieren, promovieren und arbeiten als WissenschaftlerIn in Deutschland“.

© Forschungszentrum Jülich / Marcel Bülow

PASCAL ist ein Gemeinschaftsprojekt des Geoverbundes ABC/J, dem International Soil Modeling Consortium (ISMC), dem ABC/J-Kompetenzzentrum HPSC TerrSys sowie den Jülicher Geschäftsbereichen Unternehmenskommunikation, Unternehmensentwicklung und Personal sowie WASCAL unter dem Dach des Forschungszentrum Jülichs. An der Umsetzung des Konzeptes waren außerdem die Universität Bonn und die Universität zu Köln beteiligt.

Insgesamt haben sich 173 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Karrierestufen aus 23 afrikanischen Ländern für die Teilnahme an PASCAL beworben. 33 konnte jeweils ein Platz für eines oder beide Trainings angeboten werden. Weitere 7 Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen reisten eigens für die Teilnahme an der Karrieremesse an. Das Projekt wurde seitens der Teilnehmer und Teilnehmerinnen durchweg positiv bewertet. Aus Perspektive der afrikanischen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen besteht Bedarf an entsprechenden Trainingsangeboten zur Entwicklung der Methodenkompetenz, insbesondere für den Nachwuchs.

#outlook
Auf der Grundlage eines auf die Ziele von PASCAL zugeschnittenen Forschungsmarketing-Konzeptes wurde das Projekt während der gesamten Projektlaufzeit umfassend medial begleitet. Zu den wichtigsten Instrumenten zählte beispielsweise ein Blog, in dem die Projektbeteiligten über den Fortschritt der Planungen sowie vom Projekt selbst berichteten. Zudem wurde das Projekt durch eine afrikanische Journalistin begleitet, um das Thema zielgruppengerecht in afrikanischen Medien zu platzieren.

Die Erfahrungen aus dem PASCAL-Projekt und das Feedback der Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben bereits zu Folge-Initiativen geführt, die den Ausbau der angestoßenen Wissenschaftsbrücke zum Ziel haben.

Videos zum PASCAL-Projekt

 

Mehr über das Projekt auf der Homepage und auf dem Projekt-Blog.