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Ursula M. Händel-Tierschutzpreis 2006

Verdienste um den Tierschutz in der Forschung

Die Preisträger mit dem Generalsekretär der DFG (v.l.n.r.: Harald Langer, Ping-Ping Tsai, Reinhard Grunwald)

Die Preisträger mit dem Generalsekretär der DFG (v.l.n.r.: Harald Langer, Ping-Ping Tsai, Reinhard Grunwald)

Die DFG verlieh am 21. November 2006 zum zweiten Mal den Ursula M. Händel-Tierschutzpreis. Er ging an Harald Langer (Universitätsklinikum Tübingen) und Ping Ping Tsai (Tierärztliche Hochschule Hannover). Der Preis zeichnet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, die sich vorbildlich und nachhaltig darum bemühen, den Tierschutz in der Forschung zu verbessern. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung von Verfahren, die zur Reduzierung, Verfeinerung und zum Ersatz von Tierversuchen beitragen.

Harald Langer

Harald Langer

Harald Langer

Harald Langer arbeitet auf dem Gebiet der Infarktforschung an der Medizinischen Universitätsklinik in Tübingen. Er hat ein Strömungsmodell entwickelt, an dem ohne den bislang üblichen Versuch an einem Tier realistische Durchfluss-Szenarien in Blutgefäßen untersucht werden können.

Diese spielen bei der Wundheilung, der Entstehung von Metastasen bei Krebs oder dem Entstehen und der Entwicklung von Atherosklerose eine große Rolle. Seine Alternativmethode zum Tierversuch berührt wichtige und aktuelle medizinische Fragestellungen, die weltweit bearbeitet werden.

Ping Ping Tsai

Ping Ping Tsai

Ping Ping Tsai

Ping Ping Tsai, die in Hannover am Institut für Tierschutz und Verhalten arbeitet, erhält den Preis für ihre Forschungen über Käfighaltung bei Mäusen. Sie hat untersucht, unter welchen Bedingungen Mäuse bei verschiedenen Möglichkeiten einen angenehmer ausgestatteten Käfig wählen, auch wenn dieser Beeinträchtigungen wie etwa helles Licht mit sich bringt. Die Tiere formulieren durch ihr Verhalten im Verständnis dieses Forschungsansatzes ihren Bedarf an einer angenehmeren Umgebung. Durch die Kenntnis solcher Parameter kann die Käfighaltung verbessert werden und das Wohlbefinden der Versuchstiere sowie deren Zahl unter ethischen Gesichtspunkten besser eingeschätzt werden. Tsai legt damit eine Strategie vor, nach der auch in Zukunft andere auftretende Problemstellungen zur Optimierung einer Tierhaltung angegangen werden könnten.

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