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Europa-Preis 2021

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ausgewählten Siegern des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“ ihren Europa-Preis verliehen. Vier Jungforscher erhielten die Auszeichnung jetzt beim digitalen „Jugend forscht“-Finale in Heilbronn zusätzlich zu ihren Bundessiegen in verschiedenen Wettbewerbskategorien. Sie sollen mit dem DFG-Europa-Preis gezielt auf den europäischen Nachwuchsforscherwettbewerb European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) im September in Salamanca vorbereitet werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurde der Europa-Preis 2020 nicht vergeben, weil auch der Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ nicht stattfinden konnte.

In diesem Jahr geht der Europa-Preis der DFG an ein Forschungsteam und zwei Einzelforscher:

Leonard Münchenbach (17) und Leo Neff (17) erhielten den Europa-Preis zusätzlich zu ihrem Bundessieg im Fachgebiet Physik.

Leonard Münchenbach (17) und Leo Neff (17) erhielten den Europa-Preis zusätzlich zu ihrem Bundessieg im Fachgebiet Physik.

© Stiftung Jugend forscht e. V.

Die beiden baden-württembergischen Jungforscher Leonard Münchenbach (17) und Leo Neff (17) erhielten den Europa-Preis zusätzlich zu ihrem Bundessieg im Fachgebiet Physik. Sie untersuchten und modellierten, wie schnell unterschiedlich geformte Papierstreifen von einer bestimmten Form und Größe beim Herunterfallen rotieren, und entwickelten hierzu eine Formel. Dies gelang ihnen mithilfe einer eigens entwickelten Versuchsanordnung inklusive selbst gebauter Konfetti-Kanone.

Im Bereich der Geo- und Raumwissenschaften überzeugte Lukas Weghs (17) aus Nordrhein-Westfalen die Jury von „Jugend forscht“ ebenso wie die des Europa-Preises.

Im Bereich der Geo- und Raumwissenschaften überzeugte Lukas Weghs (17) aus Nordrhein-Westfalen die Jury von „Jugend forscht“ ebenso wie die des Europa-Preises.

© Stiftung Jugend forscht e. V.

Im Bereich der Geo- und Raumwissenschaften überzeugte Lukas Weghs (17) aus Nordrhein-Westfalen die Jury von „Jugend forscht“ ebenso wie die des Europa-Preises. Weghs schrieb ein selbst lernendes Programm für einen Hochleistungsrechner, das hilft, über die Helligkeitsschwankungen von Exoplaneten deren Monde zu identifizieren – etwas, was Astronomen noch in keinem einzigen Fall der rund 4000 bekannten Exoplaneten gelungen ist.

Als Einzelforscher war auch Marik Müller (17) aus Brandenburg, der sich im Fachgebiet Biologie durchsetzen konnte, beim Europa-Preis erfolgreich.

Als Einzelforscher war auch Marik Müller (17) aus Brandenburg, der sich im Fachgebiet Biologie durchsetzen konnte, beim Europa-Preis erfolgreich.

© Stiftung Jugend forscht e. V.

Als Einzelforscher war auch Marik Müller (17) aus Brandenburg, der sich im Fachgebiet Biologie durchsetzen konnte, beim Europa-Preis erfolgreich. Er entwickelte auf Grundlage molekularbiologischer Methoden ein kostengünstiges Verfahren, um das die Ausbildung resistenter Keime fördernde Antibiotikum Florfenicol zu spalten, bevor es in die Umwelt gelangt. Florfenicol wird in der Aquakultur und in der Landwirtschaft häufig verwendet.

Der Europa-Preis der DFG wurde den vier „Jugend forscht“-Siegern von DFG-Vizepräsidentin Professorin Dr. Kerstin Schill digital „überreicht“. Damit verbunden ist ein Preisgeld von 1000 Euro pro Team/Einzelforscher.

Die DFG will mit ihrem 2010 geschaffenen Preis die Bedeutung der Internationalisierung für eine erfolgreiche Forscherkarriere unterstreichen. Deshalb werden die Jungforscher am European Union Contest for Young Scientists (EUCYS) teilnehmen, der in diesem Jahr als digitale Veranstaltung vom 16. bis 19. September in Salamanca stattfindet. Zur Vorbereitung werden sie von Mentorinnen und Mentoren betreut und begleitet. Diese sucht die DFG unter den von ihr geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, etwa im Emmy Noether-Programm, aus. Dies soll auch eine dauerhafte Vernetzung zwischen den Wissenschaftlergenerationen ermöglichen.

Weiterführende Informationen

Informationen zu den diesjährigen Siegern von „Jugend forscht“ unter: