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Der Communicator-Preis 2020 geht an Robert Arlinghaus

Der Berliner Fischereiwissenschaftler wird für vielseitiges Engagement geehrt

Professor Dr. Robert Arlinghaus
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Professor Dr. Robert Arlinghaus

© IGB / Ausserhofer

Der Communicator-Preis geht in diesem Jahr an Professor Dr. Robert Arlinghaus, einen Experten für Integratives Fischereimanagement. Der Wissenschaftler von der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) erhält die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung für sein vielseitiges Engagement in der Wissenschaftskommunikation:

Von Comics und Filmen über Podcasts und Science Slams bis zu partizipativen Formaten, Vortragsserien und Büchern – die Jury zeigte sich beeindruckt sowohl von der Fülle an Kommunikationsformaten als auch von der strategischen und konzeptionsstarken Planung und Umsetzung der Aktivitäten von Robert Arlinghaus. Es gelinge ihm, ein scheinbares Spezialthema wie die Angelfischerei mit den gesellschaftlich relevanten Fragen der Nachhaltigkeit, des Umweltschutzes und des verantwortlichen Umgangs mit der Natur zu verknüpfen. Dabei gehe es Arlinghaus nicht nur um die Vermittlung von Forschungsergebnissen, sondern immer auch um die Förderung der Gestaltungs- und Entscheidungskompetenz wie Angler und Fischereimanager, aber auch Naturschützer, Gewässernutzer, politische Entscheider und die allgemeine Öffentlichkeit.

Der diesjährige Communicator-Preisträger schaffe Räume für persönliches Erleben von Forschung und erreiche damit eine hohe Akzeptanz von Wissenschaft und ihren Ergebnissen. Zudem gelinge es ihm, sein Thema des Angelfischens in größere sozioökologische Zusammenhänge einzubetten, sowie politischer Entscheidungsträger zu erreichen. So verkörpere Robert Arlinghaus prototypisch, was Wissenschaftskommunikation heute bedeuten kann, so die Jury.

Arlinghaus ist seit 2013 Professor für Integratives Fischereimanagement an der Humboldt-Universität und Arbeitsgruppenleiter am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Zuvor war er von 2006 bis 2012 bereits Juniorprofessor an beiden Institutionen. Er arbeitete auch als Gastwissenschaftler in den USA, Kanada und in Österreich. Arlinghaus wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Cultura-Preis der Alfred Toepfer Stiftung (2016) und dem Preis der Deutschen UNESCO-Kommission (2014).

Neue Schwerpunkte

Für den Wettbewerb zum diesjährigen 20. Jubiläum des Communicator-Preises haben DFG und Stifterverband neue Akzente gesetzt: Es rücken Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Zentrum, die in ihrer Kommunikation besonders kreativ sind. Sie sind zudem gefragt, die gesellschaftliche Dimension ihrer Forschung zu erkennen und ihr Wissen in öffentliche Debatten, Meinungsbildungsprozesse und Entscheidungen einzubringen. Das Preisgeld soll die Ausgezeichneten in ihrem Engagement unterstützen und auch die Umsetzung neuer Projekte ermöglichen.

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