Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Communicator-Preis 2016 an Andreas Zick

Auszeichnung für vielfältige, langjährige und engagierte Vermittlung von Forschungen zu Konflikten, Diskriminierung und Gewalt in der Gesellschaft / Verleihung am 4. Juli in Mainz

Prof. Dr. Andreas Zick
Galerie ansehen

Prof. Dr. Andreas Zick

© Universität Bielefeld

Der Communicator-Preis der DFG und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ging 2016 Jahr an den Sozialpsychologen und Konfliktforscher Professor Dr. Andreas Zick. Der 54-jährige Wissenschaftler von der Universität Bielefeld erhielt die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung für die vielfältige, langjährige und besonders engagierte mediale und öffentliche Vermittlung seiner Forschungsergebnisse zu Ursachen, Formen und Folgen innergesellschaftlicher Konflikte, Diskriminierung und Gewalt.

Andreas Zick ist seit 2008 Professor für Sozialisation und Konfliktforschung in Bielefeld. Dort war er Ko-Leiter des DFG-Graduiertenkollegs „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ und wirkt an der in der Exzellenzinitiative geförderten „Bielefeld Graduate School in History and Sociology“ mit. Seit 2013 ist Zick Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Bielefelder Universität.

Die Jury würdigte, dass Zick die Kommunikation seiner Forschungen von Beginn an als wichtigen Teil seiner Arbeit betrachtete. Bereits in den 1990er-Jahren thematisierte er die zunehmende Ausländerfeindlichkeit in Deutschland oder die Entstehung und Erscheinungsformen von Vorurteilen, Rassismus und Rechtsextremismus. Ebenso früh vermittelte er seine Forschungen auch in die breitere Öffentlichkeit und an betroffene Zielgruppen, etwa mit der Entwicklung interkultureller und antirassistischer Trainingsprogramme.Einem größeren Publikum ist Andreas Zick auch durch die „ARD-Themenwoche Toleranz“ bekannt, bei der er 2014 an über 30 Sendungen mitwirkte.

Zick selbst versteht die Vermittlung seiner wissenschaftlichen Arbeit, ebenso wie diese selbst, nicht zuletzt als Eintreten für die Demokratie, die „kein Selbstläufer“ sei. Auch diesen zivilgesellschaftlichen Antrieb – für den sich Zick auch persönlichen Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt sieht – würdigt die Jury des Communicator-Preises mit der Auszeichnung ausdrücklich.

Zum Preis

Der Communicator-Preis 2016

Der Communicator-Preis 2016

© DFG, Michael Bleyenberg

"Tumult, Randale, Zoff", so lauten die ersten spontanen Kommentare zur Darstellung des diesjährigen Communikator -Preises. Eine Anzahl von schablonenhaften Profilen ist so angeordnet, dass daraus eine streitende Gruppe zu erkennen ist. Formalisierung und Beschränkung auf Wesentliches eröffnen mit ein wenig Phantasie Spielraum für Interpretation. Wer will, kann hier z.B. die Situation "Deutsche gegen Migranten" assoziieren, oder eine bedrohliche Auseinandersetzung von (tätowierten) Fußballfans sehen. "Konflikt" ist die Ausgangssituation für die wissenschaftliche Tätigkeit des diesjährigen Preisträgers Andreas Zick. Dabei legt er einen ziemlichen Akzent auf Kommunikationsstörungen bzw. auch körperliche Konflikte und Gewalt.