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Hinweise für Projekte zur Digitalisierung und Erschließung von im deutschen Sprachraum erschienenen Drucken des 18. Jahrhunderts (VD 18)

Das VD 18 stellt die Fortführung der nationalbibliographischen Vorhaben „Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des 16. Jahrhunderts“ (VD 16) und „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts“ (VD 17) dar, wobei die Besonderheit des VD 18 darin besteht, dass das nationalbibliographische Unternehmen von Beginn an die Säulen Katalogisierung und Digitalisierung integriert.

Projekte zur Erschließung und Digitalisierung von im deutschen Sprachraum erschienenen Drucken des 18. Jahrhunderts (VD 18) können im Rahmen des Förderprogramms „Erschließung und Digitalisierung“ (Merkblatt 12.15) beantragt werden. Die Rahmenbedingungen des Programms gelten, eine Zusammenarbeit und Abstimmung mit allen am VD 18 beteiligten Bibliotheken wird vorausgesetzt.

Folgende Punkte sind zudem zu beachten:

  • Die koordinierende Einrichtung des VD 18, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen, nimmt in Zusammenarbeit mit der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (VZG) und den weiteren Verbundzentralen sowie der Zeitschriftendatenbank (ZDB) eine Zuweisung von konkreten Titeln und Zeitschriftenbänden an die interessierten Bibliotheken vor. Diese Zuweisungen bilden die Grundlage der Anträge.
  • Die in der Pilotphase zum VD 18 ermittelten Durchschnittspreise für Monographien und Zeitschriften, die auf den damaligen Personalkosten beruhen, sind nicht mehr verpflichtend für die Kostenkalkulation in den Anträgen.
  • Die reine Katalogisierung von Monographien, die durch die Private-Public-Partnership zwischen der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) und Google bereits vollständig digitalisiert vorliegen, kann ebenfalls gefördert werden (der in der Pilotphase ermittelte Durchschnittspreis für die Katalogisierung betrug seinerzeit 20 Euro).
  • Bezüglich der Katalogisierung von Monographien und Zeitschriften gelten die in der Pilotphase festgelegten Katalogisierungs- und Setbearbeitungsrichtlinien, die die aktuell gültigen Regeln für die Katalogisierung alter Drucke in den verschiedenen Bibliotheksverbünden ergänzen.
  • Bei der Vergabe von Strukturdaten gilt der von den VD 18-Pilotbibliotheken vereinbarte Mindeststandard auf der Grundlage der Strukturdatenterminologie des DFG-Viewers.
  • Für Zeitschriften gilt ebenfalls das vereinbarte Grundset an Strukturdaten (wie Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Register, Paginierung).
  • Nach den geltenden DFG-Praxisregeln „Digitalisierung“ (DFG-Vordruck 12.151) müssen die erzeugten Digitalisate dem METS/MODS-Anwendungsprofil entsprechen und über eine OAI-Schnittstelle zur Verfügung gestellt werden.
  • Zur Berechnung der entsprechenden Aufwände bei der Ausarbeitung des Antrags dienen die von den Pilotbibliotheken ermittelten durchschnittlichen Seitenzahlen als Orientierung: Für Monographien und mehrbändige Werke wurden durchschnittlich 130 Seiten pro Titel, für Zeitschriften durchschnittlich 280 Seiten pro Band ermittelt. Diese durchschnittlichen Seitenzahlen können insbesondere bei unikalem Bestand entsprechend niedriger oder höher ausfallen. Im Antrag sollte dargelegt werden, wie die der Kalkulation zugrunde gelegte Seitenzahl ermittelt wurde. In der Pilotphase wurde zudem als durchschnittliche Katalogisierungsleistung für Monographien 12 Titelaufnahmen pro Tag und Person ermittelt. Außerdem wurden durchschnittlich 12 Strukturelemente pro Band bei Monographien und mehrbändigen Werken vergeben.

Bei VD 16 / VD 17-relevanten Drucken gelten die üblichen Regularien des Programms „Erschließung und Digitalisierung“. Durch den Verzicht auf Durchschnittspreise bei VD 18-relevanten Drucken müssen bei Sammlungen, die jahrhundertübergreifend zusammengesetzt sind, keine unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen mehr herangezogen werden.

Für die Ermittlung möglicher Bearbeitungsmengen von Monographien und Zeitschriftenbänden für Ihre Bibliothek wenden Sie sich bitte vor Antragstellung an:

Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle: