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Information für die Wissenschaft Nr. 23 | 29. April 2019
2. Philosophisches Symposium der DFG zum Thema „Gedankenexperimente und Narration in der Philosophie“

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) lädt im Rahmen der Reihe „Philosophische Symposien“ zur Einreichung von Abstracts für das 2. Philosophische Symposium zum Thema „Gedankenexperimente und Narration in der Philosophie“ ein, das vom 23. bis 27. März 2020 in der Villa Vigoni am Comer See stattfinden wird.

Ziel der Philosophischen Symposien ist es, innerhalb der deutschsprachigen Philosophie modell- und beispielhaft philosophische Diskussionen zu ermöglichen, die im universitären Alltagsbetrieb aufgrund der zunehmenden Spezialisierung der philosophischen Forschung selten oder nicht zustande kommen. Insbesondere in Reaktion auf die Fragmentierung des Fachs soll die Symposienreihe dafür sorgen, dass Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fachgebiete und Methoden miteinander ins produktive philosophische Gespräch kommen können. Es gilt, erstarrte Argumentstrukturen und gegebenenfalls auch stagnierende Debatten zu identifizieren, um im gemeinsamen Austausch und über die jeweils verschiedenen philosophischen Zugänge Synergien für die weitere Diskussion zu erzeugen.

Mit dem Fokus auf ein von verschiedenen Schulen und Denkrichtungen geteiltes Thema verbindet sich die Hoffnung, die jeweiligen Horizonte etwas zu öffnen und zu einer produktiven, synthetischen Arbeit anzuregen. Darüber hinaus soll während des Symposiums auch Raum gegeben werden für die explizite fachpolitische Reflexion der Philosophie auf ihre Arbeits- und Kommunikationsweisen, auf ihre institutionellen Rahmenbedingungen sowie auf ihre künftige Rolle in der und für die Gesellschaft.

Das 2. Philosophische Symposium widmet sich dem Thema „Gedankenexperimente und Narration in der Philosophie“. Gedankenexperimente haben die Philosophie von Anfang an geprägt und waren für die Entwicklung philosophischer Positionen in allen Disziplinen enorm richtungsweisend – man denke etwa an Platons Höhlengleichnis, Descartes‘ Genius malignus, Hilary Putnams „Gehirne im Tank“ oder Philippa Foots „Trolley“-Beispiel. Verschiedene Formen der Narration bis hin zu philosophischen Romanen scheinen zudem eine wichtige vermittelnde und erkenntnisleitende Funktion in der Philosophie zu besitzen. Im Symposium sollen daher unter anderem die folgenden Fragen diskutiert werden: Wie ist das Verhältnis von Narration und Philosophie zu bestimmen? Wie kann das Verhältnis von einzelnen Beispielen und allgemeinen philosophischen Theorien gefasst werden? Kann man mit Gedankenexperimenten und Narration neue philosophische Einsichten gewinnen? Wieviel Science Fiction vertragen philosophische Argumente?

Neben bereits eingeladenen Sprecherinnen und Sprechern sollen zusätzlich circa acht Plätze vergeben werden für philosophische Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die sich in der Postdoc-Phase befinden.

Das Organisationsteam Prof. Dr. Elke Brendel und Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander laden daher philosophische Postdoktorandinnen und -doktoranden aller Ausrichtungen und Spezialisierungen zur Einreichung eines Abstracts ein. Die Abstracts sollten maximal 1000 Wörter lang sein und die wichtigsten Punkte des Vortrags sowie den Bezug zum Thema „Gedankenexperimente und Narration in der Philosophie“ deutlich machen. Sie können bis 28. Juni 2019 per E-Mail an die Adresse Link auf E-Mailsekretariat.brendel@uni-bonn.de eingereicht werden.

Die ausgearbeiteten Beiträge von allen Sprecherinnen und Sprechern sollen etwa vier bis sechs Wochen vor der Veranstaltung an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilt und im Voraus gelesen werden. Um eine intensive Diskussion zu ermöglichen, wird die Zahl der Beteiligten auf maximal 25 Personen beschränkt sein. Von diesen wird erwartet, dass sie während des gesamten Symposiums anwesend sind.

Weiterführende Informationen

Organisation:

Abstracts senden Sie bitte an:

Ansprechperson in der DFG-Geschäftsstelle:

Hinweis:

Diese "Ausschreibung - Information für die Wissenschaft" ist unter
Interner Linkwww.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/2019/info_wissenschaft_19_23
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