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Weitere Informationen zur Umsetzung des Kodex

Kodex: "Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis"

In seinem Aufbau folgt der Kodex einem mehrdimensionalen Ansatz, dem sogenannten „Drei-Ebenen-Modell“. Die Leitlinien auf der ersten Ebene weisen ein hohes Abstraktionsniveau auf, ihnen folgen die Erläuterungen mit einem ebenfalls noch relativ hohen Abstraktionsniveau auf der zweiten Ebene. Die dritte Ebene wird voraussichtlich Mitte 2020 als dynamisches Dokument auf der Website der DFG zur Verfügung gestellt werden. Sie wird fachspezifische Ausführungen, Fallbeispiele und FAQs enthalten.

Im Weiteren gliedert sich der Kodex in die fünf Abschnitte I. Vorwort, II. Präambel, III. Standards guter wissenschaftlicher Praxis, IV. Nichtbeachtung guter wissenschaftlicher Praxis, V. Umsetzung der Leitlinien. Die Standards guter wissenschaftlicher Praxis unter III. sind unterteilt in allgemeine Prinzipien (Leitlinien 1 bis 6) und beschreiben in den Leitlinien 7 bis 17 entlang des Forschungsprozesses die wesentlichen Schritte guten wissenschaftlichen Arbeitens. Das Verfahren bei Nichtbeachtung guter wissenschaftlicher Praxis (Leitlinien 18 – 19), in dem u.a. Rechte und Pflichten von Hinweisgebenden und von den Vorwürfen Betroffener formuliert sind, bildet den Abschluss des Kodex.

Mit Inkrafttreten des Kodex zum 01.08.2019 müssen alle Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen die 19 Leitlinien rechtsverbindlich umsetzen, um Fördermittel durch die DFG erhalten zu können.

Hinweise zur Umsetzung des Kodex

  • Die Ebenen 1 und 2 des Kodex "Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" sind rechtsverbindlich umzusetzen.
  • Bitte individualisieren und konkretisieren Sie die Leitlinien des Kodex bei der Umsetzung in einer für Ihre Einrichtung passenden Weise. Ggf. kann es dabei hilfreich sein, Ihre Regelungen zu exemplifizieren.
  • Über den eigentlichen Umsetzungstext hinaus sind keine weiteren Unterlagen einzureichen. Sofern Sie jedoch in dem Umsetzungstext – inhaltlich möglichst
    konkret – auf Dokumente Ihrer Einrichtung verweisen, übersenden Sie uns bitte diese Unterlagen.
  • Nutzen Sie als "Hilfestellung" bei der Umsetzung gerne die Handreichung, Interner Linkwww.dfg.de/formulare/80_10
  • Details zu Änderungen gegenüber der Denkschrift "Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis" entnehmen Sie bitte der Tabelle auf Seite 10 der Handreichung.
  • Machen Sie die Aktualisierung und Modifizierung Ihrer bereits bestehenden Regelungen - resultierend aus der Umsetzung der Denkschrift – gerne im Änderungsmodus kenntlich.
  • Bitte nutzen Sie zur Übersendung des Dokuments die folgende Kontaktadresse: Link auf E-Mailgwp@dfg.de.
  • Sie können dem Stab Wissenschaftliche Integrität, der für die Prüfung der Umsetzung zuständig ist, gerne bereits die finale Entwurfsversion der Umsetzung des Kodex zusenden, die für den Gremiengang in Ihrer Einrichtung vorgesehen ist. Sollte vonseiten des Stabs Wissenschaftliche Integrität noch Änderungsbedarf identifiziert werden, kann so verhindert werden, dass der i.d.R. zeitaufwändige Gremiengang an Ihrer Einrichtung mehrfach angestoßen werden muss.

Für die Umsetzung des Kodex gibt es folgende Varianten der Umsetzung:

1). Variante eins (Regelfall):

Hochschulen und außerhochschulische Forschungseinrichtungen setzen die Leitlinien des Kodex – in der Regel in Form einer Satzung – in eigener Verantwortung rechtsverbindlich um.

Sofern eine außerhochschulische (wissenschaftliche) Einrichtung aufgrund ihrer Organisationsstruktur oder ihrer Verfasstheit oder aufgrund sonstiger Umstände die Leitlinien nicht in eigener Verantwortung rechtsverbindlich umsetzen kann, bestehen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung und Anerkennung des Kodex (Varianten zwei und drei).

2). Variante zwei:

Die betroffenen Einrichtungen können sich an eine (Forschungs-)Einrichtung, die den Kodex der DFG umgesetzt hat, anschließen und deren Umsetzung des Kodex als für sich verbindlich anerkennen.

Wichtige Hinweise

  • Bitte beachten Sie, dass als Kooperationspartner diejenige Instanz zu wählen ist, die an ihrer Einrichtung die Umsetzung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verantwortet. Bei Hochschulen ist dies in der Regel die Hochschulleitung. D.h. die Kooperation wird zwischen der Hochschule und der betroffenen Einrichtung getroffen, Fakultäten oder andere zur Hochschule gehörende Einrichtungen können nicht als Kooperationspartner fungieren.
  • Bitte prüfen Sie während der Übergangsphase (bis zum 31.07.2021) zudem, ob ihr angestrebter Kooperationspartner bereits eine von der DFG akzeptierte Umsetzung des Kodex verabschiedet hat oder noch unter den Regelungen nach der zuvor geltenden DFG Denkschrift operiert. Ist letzteres der Fall, sind Grundlage der Kooperation die umgesetzten Regelungen der Denkschrift; dieser Umstand muss sich aus der Kooperationsvereinbarung ergeben, d.h. der Mustertext ist entsprechend anzupassen.

3). Variante drei:

Findet die außerhochschulische (wissenschaftliche) Einrichtung keinen Kooperationspartner kann sie sich an die Geschäftsstelle der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) wenden (Link auf E-MailGWP@hrk.de), die eine „Partner-Einrichtung“ vermittelt, die bereit ist, sich in Fällen eines Verdachts wissenschaftlichen Fehlverhaltens dem jeweiligen Einzelfall anzunehmen. In Ombudsangelegenheiten können sich die betreffenden Einrichtungen an das Gremium „Ombudsman für die Wissenschaft“ wenden. Die Leitlinien des Kodex setzen sie sinngemäß um.

Für die Übersendung der die Umsetzung dokumentierenden Unterlagen an die DFG verwenden Sie bitte das folgende Muster:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Postfach: