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Forschungsgruppen aus dem Bereich Public Health

Auf Empfehlung des Senats beschloss der Hauptausschuss der DFG während der DFG-Jahresversammlung im Juli 2019 die Einrichtung von zehn neuen Forschungsgruppen. Zu diesen neuen Forschungsgruppen gehören auch drei aus dem Bereich Public Health; sie sollen den Forschungsstandort Deutschland in diesem Bereich stärken und international sichtbarer machen.

Vorausgegangen war eine einmalige Ausschreibung, die der Senat im September 2017 im Sinne einer fachstrategischen Anschubfinanzierung beschlossen hatte.

Forschungsgruppen ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren.

Die 3 neuen Verbünde im Einzelnen
(in alphabetischer Reihenfolge der Hochschulen der Sprecherinnen und Sprecher)

Die Gesundheit von Flüchtlingen spielt in der Wissenschaft momentan eine untergeordnete Rolle: eine verpasste Chance, in einer heterogenen Gesellschaft wie der Deutschlands die Gesundheit der Gesamtbevölkerung zu verbessern. Die Forschungsgruppe „Fluchtmigration nach Deutschland: ein „Vergrößerungsglas“ für umfassendere Herausforderungen im Bereich Public Health” will gesundheitliche Ungleichheiten identifizieren, wie sie mit kontextuellen Einflüssen ebenso wie mit dem Gesundheitssystem einhergehen. Sie will die zugrundeliegenden Mechanismen analysieren und Konzepte sowie Strategien zur Reduzierung gesundheitlicher Ungleichheiten vorschlagen. (Sprecher: Prof. Dr. Oliver Razum, Universität Bielefeld)

Die Forschungsgruppe „Klimawandel und Gesundheit in Afrika südlich der Sahara” wendet sich dem hochaktuellen Public-Health-Problem zunehmender Krankheitslast als Folge aktueller Umweltveränderungen zu. Und das in einer besonders gefährdeten Region: Vor allem die Landbevölkerung in Sub-Sahara-Afrika ist besonders stark betroffen und hat die geringste Anpassungskapazität. Die Forschungsgruppe widmet sich den Zusammenhängen zwischen Wetterveränderungen und den gesundheitlichen Folgen unter Berücksichtigung hydrologischer, landwirtschaftlicher und ökonomischer Faktoren. Ziel ist es, Modelle zu etablieren mit deren Hilfe zukünftige Entwicklungen vorhergesagt werden können. (Sprecher: Prof. Dr. Rainer Sauerborn, Universität Heidelberg)

In Deutschland gibt es einen hohen Anteil an Personen, die Schwierigkeiten damit haben, mit Gesundheitsinformationen umzugehen beziehungsweise sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden. Dabei stehen Gesundheitskompetenz und individuelle Gesundheit in unmittelbarem Zusammenhang. Am Beispiel frühkindlicher Allergieprävention will die Forschungsgruppe „Health Literacy in Early Childhood Allergy Prevention: Parental Competencies and Public Health Context in a Shifting Evidence Landscape (HELICAP)” unter anderem herausfinden, welche sozialen und ökologischen Bedingungen Voraussetzungen für Kompetenzentwicklung sind und welche Faktoren diese verhindern. Hierzu müssen auch geeignete Quantifizierungsmethoden für Gesundheitskompetenzen weiterentwickelt und etabliert werden. (Sprecher: Prof. Dr. Christian Apfelbacher, Universität Magdeburg)

Weitere Informationen

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