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Die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG

Die „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ der DFG definieren personelle und strukturelle Standards für eine nachhaltige Gleichstellung der Geschlechter in der Wissenschafts- und Hochschullandschaft. Sie stellen eine Selbstverpflichtung der DFG-Mitglieder dar und wurden erstmals 2008 verabschiedet und zuletzt 2017 überarbeitet.

2020 DFG-Mitgliederversammlung verabschiedet Empfehlungen und beschließt neue Schwerpunktthemen

In der Mitgliederversammlung der DFG am 1. Juli 2020 verabschiedeten die Mitglieder einstimmig und erstmalig Empfehlungen zu zwei Schwerpunktthemen.

Schwerpunktthemen dieser ersten Berichtsrunde (2018-2020) waren:

  1. Rekrutierungsverfahren zur Gewinnung von Wissenschaftlerinnen
  2. Entlastung von Wissenschaftlerinnen für die Gremienarbeit

Den Empfehlungen vorausgegangen war ein zweijähriger Prozess, in welchem die DFG-Mitgliedshochschulen zunächst qualitative Berichte zu den beiden Schwerpunktthemen an die DFG-Geschäftsstelle richteten. Im Oktober 2019 fand dann ein Workshop der Hochschulleitungen statt, in welchem die Themen diskutiert wurden und der dem kollegialen Erfahrungsaustausch diente. Aus den Berichten der Hochschulen, dem Austausch im Workshop sowie den Diskussionen der AG Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards, welche den Prozess seit 2009 begleitet und berät, sind die nun veröffentlichten Empfehlungen entstanden.

Für den kommenden Berichtszyklus wählten die DFG-Mitglieder 2020 zwei neue Schwerpunktthemen, für die ein leicht überarbeiteter Leitfaden zur Verfügung steht. Abgabetermin für die Berichte zu den zwei Schwerpunktthemen ist der 31. Januar 2021.

Die neuen Schwerpunktthemen für den Berichtszyklus 2020-2022 sind:

1. Erhöhung des Frauenanteils in der Postdoc-Phase

Wenngleich viele Maßnahmen der Hochschulen bereits auf diese frühe Karrierestufe abzielen, so ist die Phase nach der Promotion in den allermeisten Wissenschaftsbereichen nach wie vor als die Phase mit dem höchsten Dropout an Wissenschaftlerinnen gekennzeichnet. Wie kann das Wissenschaftssystem insgesamt und wie können insbesondere die Hochschulen diesem Verlust an Talenten effektiv begegnen? Wo liegen besondere Herausforderungen und Hemmnisse aufgrund von internen oder auch externen Faktoren? Welche Maßnahmen haben sich als effektiv gezeigt, welche wären darüber hinaus wünschenswert und welche haben sich ggf. auch nicht als wirkungsvoll erwiesen? Müssen möglicherweise bestimmte Wissenschaftsbereiche auf besondere Weise adressiert werden und wie kann dies gelingen?

2. Umgang der Hochschulen mit dem Thema Vielfältigkeit/Diversität

Zunehmend gewinnt neben der Gleichstellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Umgang mit weiteren Ungleichheitsdimensionen an Gewicht, wie beispielsweise soziale oder ökonomische Herkunft, Migrationshintergrund, Alter oder auch Behinderung und chronische Erkrankung. Insbesondere wenn mehrere Ungleichheitsdimensionen zusammentreffen zeigen erste Forschungsergebnisse eine Potenzierung von Benachteiligungen (Stichwort „Intersektionalität“). Wie gehen die Hochschulen mit der Bearbeitung dieser weiteren Ungleichheitsdimensionen um – sowohl bei den Studierenden als auch beim wissenschaftlichen Personal? Welche Maßnahmen haben sich bewährt, welche waren ggf. weniger erfolgreich? Ist das Thema Diversität in den Hochschulstrukturen verankert? Welche Erfahrungen aus dem internationalen Raum haben sich ggf. als hilfreich erwiesen? Wie behandeln die Hochschulen das mögliche Spannungsfeld zwischen der Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und der Förderung von Diversität bzw. Vielfältigkeit?

2020 wurden zudem neue Mitglieder für die AG „Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards“ ernannt, die im Januar 2021 das Amt antreten:

  • Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn
  • Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Rektorin der Universität Freiburg (ab Oktober 2020)
  • Prof. Dr. Bernd Scholz-Reiter, Rektor der Universität Bremen
  • Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegner-Instituts für Polar- und Meeresforschung

Der bisherige Umsetzungsprozess der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards

Unter dem folgenden Link finden Sie Informationen zum Entstehungs- und Umsetzungsprozess der Gleichstellungsstandards, die Berichte der Einrichtungen sowie Informationen zu den Bewertungen durch die Arbeitsgruppe.

Ansprechpersonen

Hier finden Sie zu verschiedenen Anliegen die richtigen Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle: