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Informationen für Antragstellende und Geförderte

Coronavirus-Pandemie: Regelungen und Möglichkeiten

Sie wollen einen Antrag an die DFG stellen und zögern wegen der Coronavirus-Pandemie? Sie arbeiten in einem DFG-geförderten Projekt, und die Krise gefährdet Ihre Pläne? Sie leiten ein DFG-gefördertes Projekt und zerbrechen sich den Kopf über die Mittelverwendung? 

Hier finden Sie gebündelt Informationen zur Forschungsförderung der DFG in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Wir aktualisieren diese, sobald uns aktuelle Informationen vorliegen.

Auch im Homeoffice sind die Ansprechpersonen der DFG-Geschäftsstelle zu erreichen. Alle Beteiligten sind bemüht, das Förderhandeln möglichst uneingeschränkt fortzuführen. Wir bitten jedoch um Verständnis, sofern es in Einzelfällen zu Verzögerungen kommt.

Finanzielle Auswirkungen auf die Projektarbeit

In einem Schreiben vom 17. März 2020 hat die DFG die finanziellen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Projektarbeit adressiert. Am 20. Mai hat sie ein vom Hauptausschuss beschlossenes Maßnahmenbündel veröffentlicht. Damit sind ab sofort in einer Reihe von Förderverfahren Zusatzmittel beantragbar, damit Forschungsarbeiten, die aufgrund der aktuellen Situation nicht in der geplanten Weise und Produktivität durchgeführt werden konnten, weitergeführt und erfolgreich abgeschlossen werden können.

Hinweis: Die Verwendungsrichtlinien der DFG geben einigen Spielraum für eine flexible Verwendung der bewilligten Mittel.

Projektförderung

Sollte es aufgrund von Vorsichts- und Schutzmaßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie zu zeitlichen Verzögerungen in einem DFG-geförderten Projekt gekommen sein, wird die DFG bei Bedarf zusätzliche Personal- und Sachmittel für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten zur Verfügung stellen. Die Mittel hierfür können jederzeit anhand des DFG-Antragsvordrucks Nr. 41.47 beantragt werden, wenn der Förderzeitraum noch laufender Projekte zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2021 endet. Der Bedarf wird im einseitigen Antragsvordruck anhand einer vorgegebenen Checkbox-Liste (z.B. aufgrund der vorübergehenden Schließung einer Einrichtung, eines fehlenden Zugangs zu erforderlichen Forschungsinfrastrukturen oder eines Reiseverbotes mit Blick auf für das Forschungsprojekt erforderliche Auslandsreisen u.ä.) begründet.

Sonderforschungsbereiche

Alle Sonderforschungsbereiche, deren Förderung zum 30.Juni 2020, 31. Dezember 2020 oder 30. Juni 2021 ohne die Möglichkeit eines Fortsetzungsantrags endet, erhalten auf formlosen Antrag pauschal eine Zusatzfinanzierung von drei Monaten ab dem jeweiligen Förderende. Für diesen Zeitraum werden 80 Prozent der bisherigen zeitanteiligen Förderung gewährt. Im Antrag auf Zusatzfinanzierung ist der Kausalzusammenhang mit den Eindämmungsmaßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie kurz zu begründen. Die Zusatzfinanzierung ist mit den jährlichen Verwendungsnachweisen abzurechnen.

Graduiertenkollegs

Unter der Voraussetzung, dass es durch die Eindämmungsmaßnahmen gegen das Corona-Virus zu Beeinträchtigungen in der Forschung gekommen ist, können alle Graduiertenkollegs die Vertragslaufzeit für aus Mitteln des GRK finanzierte Doktorandinnen und Doktoranden – über die Regellaufzeit von 36 Monaten hinaus – um bis zu zwölf Monate auf bis zu 48 Monate verlängern. Die Entscheidung, in welchen Fällen eine Verlängerung gewährt wird und für welchen Zeitraum (bis zu 48 Monate; max. zwölf Monate), trifft das Graduiertenkolleg.

Falls die bewilligten Mittel – auch nach Umdisposition innerhalb des Haushaltsjahrs – hierfür nicht ausreichen, stellt die DFG pro Promovierenden für Vertragsverlängerungen Mittel für bis zu drei Stellen-/Stipendienmonate zur Verfügung. Im begründeten Einzelfall können auch für andere Personalkategorien Mittel im Umfang von bis zu drei Stellen-/Stipendienmonaten zusätzlich bewilligt werden. Die Mittel sind in dem Jahr, in dem sie für die Vertragsverlängerungen benötigen werden, bis spätestens 30. September des Jahres bei der DFG zu beantragen. Dafür wird ein Formular zur Verfügung gestellt.

Stipendien

Für Stipendien außerhalb der Graduiertenkollegs und Sonderforschungsbereiche gilt weiterhin die mit Schreiben vom 20. März 2020 veröffentlichte Regelung.

Stornierungsausgaben

Stornierungsausgaben für Veranstaltungen, die aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen abgesagt werden mussten, können in allen Programmen als Projektausgaben abgerechnet werden. Werden geförderte Veranstaltungen bis zum 30. September 2021 nachgeholt, bleibt die ursprüngliche Bewilligung erhalten und die Stornierungsausgaben ergänzen bei Bedarf die Bewilligungssumme. Die Mittel können ebenfalls über den DFG-Antragsvordruck Nr. 41.47 beantragt werden.

Ansprechpersonen

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte

  • bei Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs an Ihre jeweils programmverantwortlichen Ansprechpersonen
  • für alle übrigen Verfahren in dringenden Fällen an:
    • Frau Sonja Auen (Tel.: 0228/885-2521)
    • Frau Claudia Eich (Tel.: 0228/885-2167)
    • Frau Nadine Mechtersheimer (Tel.: 0228/885-2141)
    • Gerne können Sie sich per E-Mail an das zentrale Postfach Link auf E-MailFin2.corona-sofortmassnahmen@dfg.de     wenden.

Überbrückungsfinanzierungen

Für Anträge, die nicht begutachtet werden können, hat die DFG folgende Regelungen getroffen.

Anträge für Sonderforschungsbereiche

Sonderforschungsbereiche, deren Anträge mit Förderbeginn 1. Juli 2020 nicht vor Ort begutachtet werden konnte, erhalten

  • bei einem Fortsetzungsantrag für die Zeit vom 1. Juli bis Ende des Jahres eine Überbrückungsfinanzierung in Höhe der Förderung für das erste Halbjahr 2020
  • bei einem Einrichtungsantrag für diesen Zeitraum eine Ausgleichsfinanzierung für den weiteren Verbundaufbau und den Zusammenhalt der Gruppe der potentiellen Teilprojektleitenden und Mitarbeitenden in Höhe von 25 % der für das zweite Halbjahr 2020 beantragten Summe

Fortsetzungsanträge bei Forschungsgruppen

Falls eine Begutachtung nicht möglich ist, kann sie um bis zu sechs Monate verschoben werden. In diesem Fall ist eine Überbrückungsfinanzierung möglich, die bei einer späteren Bewilligung angerechnet wird.

Fortsetzungsanträge im Rahmen von Schwerpunktprogrammen

Falls eine Begutachtung nicht möglich ist, kann sie um bis zu sechs Monate verschoben werden. In diesem Fall ist eine Überbrückungsfinanzierung möglich, die bei einer späteren Bewilligung angerechnet wird.

Fristverlängerung bei DFG-Ausschreibungen und -Programmen

Die DFG hat angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wissenschaften bei einer Reihe ihrer laufenden Ausschreibungen und Programme die Frist für Teilnahmen verlängert. Weitere Fristverlängerungen sollen bei Bedarf vorgenommen werden. Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden hierzu laufend aktualisierte Informationen in den Einträgen der jeweiligen Ausschreibung und bei den betroffenen Programmen.

Für folgende Programme sind ebenfalls die Fristen verlängert worden:

Im Emmy Noether-Programm

Die DFG verlängert die individuellen Antragsfristen im Emmy Noether-Programm, die bis zum Jahresende 2020 ablaufen, um pauschal drei Monate. Die Regeln zur Berechnung der Antragsfrist in den FAQ zum Emmy Noether-Programm gelten unverändert.

Stipendien und Fellowships

In einem Schreiben vom 20. März 2020 hat die DFG Stipendien und Fellowships adressiert.

Zur Förderung der wissenschaftlichen Karriere

Weitere Informationen zur Förderung der wissenschaftlichen Karriere finden Sie unter:

Videostatement der DFG-Präsidentin Katja Becker: Unterstützung und Impulse zur aktuellen Krise

Terminverschiebungen

Festveranstaltung

Die Festveranstaltung von DFG und Stifterverband aus Anlass des 100. Gründungsjubiläums ihrer Vorläuferorganisationen mit Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier als Ehrengast am 1. Juli 2020 soll zu einem späteren Zeitpunkt und in eventuell anderem Format stattfinden. Hierfür haben DFG und Stifterverband bereits beschlossen, die gemeinsame Festveranstaltung in das kommende Jahr zu verlegen.

Communicator-Preis und Sonderpreis

Auch die Verleihung des Communicator-Preises 2020 der DFG und des Stifterverbandes am 30. Juni an den Fischereiwissenschaftler Professor Dr. Robert Arlinghaus und des einmaligen „Sonderpreises für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie“ an den Berliner Virologen Professor Dr. Christian Drosten werden verschoben.

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis

Die für den 16. März in Berlin geplante Verleihung der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preise mit Teilnehmenden aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft wurde verschoben; ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Auch die für den 5. Mai in Berlin geplante Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2020 kann wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.