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Aus der DFG

Coronavirus-Pandemie: Statements und Berichte aus der DFG und ihrer Geschäftsstelle

"Nächst dem Schutz aller Beteiligten war und ist unser Ziel, das Förderhandeln der DFG und damit die Förderung Ihrer Forschungsarbeiten so reibungslos wie möglich fortzusetzen", hat die DFG-Präsidentin Katja Becker in ihrem Statement vom 8. April formuliert.

Auf diesen Seiten finden Sie alle Statements der Präsidentin im Wortlaut und weitere Stellungnahmen sowie Nachrichten und Berichte aus der DFG und ihrer Geschäftsstelle.

DFG-Jahresversammlung im Zeichen der Coronavirus-Pandemie

Die Coronavirus-Pandemie hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Jahresversammlung der DFG. Die vom 29. Juni bis zum 1. Juli in Berlin geplante Zusammenkunft kann zum Schutze aller Beteiligten und wegen der weiter geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht in der vorgesehenen Form durchgeführt werden. Die Gremiensitzungen finden stattdessen in virtueller Form statt, die öffentlichen Veranstaltungen sollen nachgeholt werden.

Umfangreiche Finanzhilfe wegen Corona-Einschränkungen

Die DFG unterstützt ihre von der Coronavirus-Pandemie und den Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffenen Förderprojekte ab sofort auch mit zusätzlichen Mitteln. Der Hauptausschuss stimmte jetzt einem Bündel von Maßnahmen zu. Mit ihnen können nun in zahlreichen Förderverfahren zusätzliche Personal- und Sachmittel beantragt werden, um Forschungsarbeiten, die nicht wie geplant durchgeführt werden können, fortzusetzen und abzuschließen. Die Finanzhilfe hat ein Volumen von mindestens 175 Millionen Euro.

Videostatement der DFG-Präsidentin Katja Becker: Unterstützung und Impulse zur aktuellen Krise

Wissenschaftsorganisationen begrüßen Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes wegen Corona-Pandemie

Der Bundestag hat eine Anpassung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) beschlossen, um Nachteile für befristet beschäftigte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Schutzmaßnahmen im Kontext der Corona-Pandemie zu verhindern. Forschungseinrichtungen und Hochschulen erhalten nun die Möglichkeit, Arbeitsverträge auch über die bisher geltende Höchstgrenze hinaus zu verlängern. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt diese Gesetzesänderung ausdrücklich.

DFG unterstützt MOSAiC-Expedition im Nordpolarmeer während der Corona-Pandemie

Die DFG leistet kurzfristig einen Beitrag zur MOSAiC-Expedition im Nordpolarmeer und sendet gemeinsam mit dem BMBF die beiden Forschungsschiffe „Sonne“ und „Maria S. Merian“ nach Spitzbergen. Dort sollen sie mit dem Forschungseisbrecher „Polarstern“ zusammentreffen und einen vollständigen Teamwechsel von etwa 100 Personen sowie den Austausch von Fracht und Versorgungsgütern vornehmen.

DFG betont Bedeutung von wissenschaftlichen Qualitätsstandards bei Publikationen

Vor dem Hintergrund der weltweiten Verbreitung von SARS-CoV-2 werden vermehrt Publikationen auf Preprint-Servern zur Verfügung gestellt, ohne dass sie vorher einem Peer Review unterzogen wurden. In einem Statement für das Science Media Center hat die DFG Stellung zu den Chancen und Risiken dieser Form des Öffentlichmachens wissenschaftlicher Erkenntnisse genommen.

Besondere Würdigung für Prof. Dr. Christian Drosten

Professor Dr. Christian Drosten

Professor Dr. Christian Drosten

© Peitz / Charité

Für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid19-Pandemie erhält der Virologe Professor Dr. Christian Drosten von DFG und Stifterverband einen Sonderpreis.

Interner Link- Weitere Informationen

DFG-Präsidentin Prof. Dr. Katja Becker: "Größtmögliche Unterstützung für Fortsetzung der Forschungsarbeiten in Zeiten von Corona"

Professorin Dr. Katja Becker

Professorin Dr. Katja Becker

© DFG

Die DFG-Präsidentin hat sich am 8. April 2020 an DFG-geförderte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewendet und folgende Aspekte betont:

- Die DFG tut alles ihr Mögliche, um die wissenschaftliche Arbeit zu unterstützen.

- Der Schutz der gesundheitlichen und beruflichen Sicherheit steht im Fokus, gleichzeitig führt die DFG das Förderhandeln in gewohnter Qualität fort.

- Sie dankt allen, die unter den erschwerten Bedingungen zum Gelingen der Forschung und ihrer Förderung beitragen.

- Die DFG wird alles daransetzen, auch während und nach den zu erwartenden Übergangssituationen Forschungsprojekten die größtmögliche Unterstützung zu bieten.

DFG betont Bedeutung von langfristiger Grundlagenforschung und internationaler Kooperation

DFG-Präsidentin Dr. Katja Becker betonte anlässlich der Entwicklungen in der Pressemitteilung vom 16. März: "Die aktuelle Coronavirus-Pandemie lässt sich wie alle Infektionskrankheiten umso wirkungsvoller bekämpfen, je besser wir den Erreger und seine Auswirkungen auf den Menschen wirklich verstehen. Dazu braucht es umfassende Forschungsarbeiten, mit langem Atem und dem Ziel, die genetischen, biologischen, umweltassoziierten, medizinischen, aber auch sozioökonomischen Faktoren eines solchen Ausbruchs im Detail zu klären". Auch unser jetziges Wissen über das Coronavirus sowie die Verfahren zur Diagnose und mögliche Therapieansätze bei einer Erkrankung beruhten letztlich auf den Ergebnissen solcher im besten Sinne des Wortes Grundlagenforschung, so Katja Becker weiter.

Mitarbeitende aus Auslandsbüros zurück

Aufgrund der weltweiten Ausbreitung der Corona-Pandemie hat die DFG Mitarbeitende der Gruppe Internationale Zusammenarbeit (I-IZ) vorerst aus den Interner LinkAuslandsbüros zurück nach Deutschland geholt.

Projektinformationssystem Gepris gut genutzt

Das DFG-Projektinformationssystem Gepris ist in der Coronaviorus-Pandemie ein gefragtes Hilfsmittel. Im März suchten besonders viele Menschen nach "Corona-bezogener" Forschung und nutzten dazu das DFG-Instrument.

Geschäftsstelle im Homeoffice

Als Vorsorgemaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus arbeitet der weit überwiegende Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DFG-Geschäftsstelle in Bonn, des Berliner Büros und der Auslandsbüros der DFG seit dem 17. März bis auf Weiteres im Homeoffice. Dort sind die jeweiligen Ansprechpartnerinnen und -partner am günstigsten per Mail zu erreichen. Alle Beteiligten sind bemüht, insbesondere das Förderhandeln möglichst uneingeschränkt fortzuführen. Wir bitten jedoch um Verständnis, sofern es in Einzelfällen zu Verzögerungen kommt.

Stellungnahmen der Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften

Die Leopoldina hat angesichts der Coronavirus-Pandemie eine interdisziplinäre Ad-hoc-Arbeitsgruppe zusammengerufen.