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„Days of Ukraine in Berlin and Brandenburg“ an der FU Berlin

Presentation DFG (Mechthild Köhler)

Presentation DFG (Mechthild Köhler)

© CeDiS FU Berlin

(29.09.21) Mitte September nahm die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) online und in Präsenz an den „Ukraine-Tagen in Berlin und Brandenburg“ teil, die anlässlich des 30. Jahrestags der Unabhängigkeit der Ukraine und des 70. Jahrestags des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin von der FU Berlin zusammen mit der Deutsch-Ukrainischen Akademischen Gesellschaft ausgerichtet wurden. Die wissenschaftliche Netzwerkkonferenz mit mehr als 80 Teilnehmenden von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Wissenschaftsverwaltung aus der Ukraine und aus Deutschland diente als Austauschplattform für die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit in der Hochschulbildung, Wissenschaft und Forschung.

Grußworte überbrachten Maksym Yemelianov (Gesandter Botschaftsrat der Ukrainischen Botschaft), Johann Saathoff (Mitglied des Deutschen Bundestags und Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft), Gabriele Hermani (BMBF; Leiterin des Referats 212 Zusammenarbeit mit Ländern der Östlichen Partnerschaft, Russland und Zentralasien), Professorin Dr. Olga Garaschuk (Universität Tübingen und Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Akademischen Gesellschaft) sowie Professorin Dr. Verena Blechinger-Talcott (Vizepräsidentin der FU Berlin).

In weiteren Vortragsreihen wurden erfolgreiche deutsch-ukrainische Kooperationsprojekte in Wissenschaft und Forschung sowie Aspekte der Ukrainistik-Forschung vorgestellt. Der zweite Konferenztag war den Fördermöglichkeiten zur Unterstützung der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit in Wissenschaft, Forschung und Hochschulbildung gewidmet. Neben der DFG stellten der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), das Internationale Büro des DLR Projektträgers, das Helmholtz-Zentrum München und das National Erasmus+ Office Fördermöglichkeiten deutsch-ukrainischer Forschungsprojekte vor.

Mechthild Köhler (DFG) hob in ihrer Präsentation die langjährige und umfangreiche Zusammenarbeit der DFG mit ihren ukrainischen Partnern hervor: Schon vier Jahre nach der Unabhängigkeit der Ukraine schloss die DFG 1995 mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (NASU) ein Memorandum of Understanding, das 2017 von ihren beiden Präsidenten Professor Dr. Strohschneider und Professor Dr. Paton erneuert wurde. Mit ihrer Partnerorganisation State Fund for Fundamental Research of Ukraine (SFFRU) führte die DFG 2017 eine Ausschreibung in den Fächern Mathematik und Physik durch. Die Nachfolgerin des SFFRU ist die National Research Foundation of Ukraine (NRFU), mit der die DFG 2020 einen Letter of Intent unterzeichnete. Den Gründungsprozess der NRFU begleitete die DFG beratend mit ihrer Expertise als unabhängige wissenschaftsgeleitete Förderorganisation.

Die DFG förderte im Zeitraum von 2016 bis 2020 mehr als 100 Projekte mit Ukraine-Bezug, davon die Hälfte in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Die meisten Kooperationspartner in DFG-Projekten gehören den Instituten der NASU an, aber auch führende Universitäten des Landes wie die T. Shevchenko National University, die National Technical University KPI und die Karazin Kharkiv National University sind an DFG-Projekten beteiligt.

Die Konferenz war ein willkommener Anlass, die durch Corona-Zeiten reduzierten Kontakte zwischen deutschen und ukrainischen Institutionen und Kooperationspartnern wieder zu intensiveren und sich neu zu vernetzen. Die DFG und ihre Partner hoffen, im nächsten Jahr durch Besuche in Deutschland oder in der Ukraine die bestehenden Kooperationen weiter ausbauen und neue Projekte beginnen zu können.