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Deutsche Universitäten und die DFG unterstützen afrikanische TWAS-DFG Stipendiat*innen während des Lockdowns

Die Pandemie stellt alle vor besondere Herausforderungen. Die deutschen Universitäten, die TWAS-DFG Stipendiat*innen beherbergen, leisteten Großartiges während der Corona-Krise.

Coronavirus in blau

(05.11.20) Seit 10 Jahren fördern TWAS (The World Academy of Sciences for the Advancement of Science in Developing Countries) und die DFG die Zusammenarbeit zwischen jährlich bis zu 50 Postdoktorand*innen aus Subsahara-Afrika und ihren Gastgeber*innen an einer Forschungseinrichtung in Deutschland.

Kern dieses Programms ist ein dreimonatiger Gastaufenthalt der aufstrebenden Nachwuchswissenschaftler*innen aus Subsahara-Afrika in Deutschland.

Seit März 2020 hat die Pandemie auch das TWAS/DFG-Programm vor besondere Herausforderungen gestellt. Planungen für Gastaufenthalte mussten kurzfristig gestoppt werden. Wissenschaftler*innen, die ihren Gastaufenthalt in Deutschland bereits angetreten hatten mussten unverzüglich in ihre Heimatländer zurückkehren. Für sieben Forschende war es dafür allerdings zu spät: die Flughäfen hatten dichtgemacht und die Wissenschaftler*innen saßen in Deutschland fest.

Für die gestrandeten Gäste wurden unzählige Flüge gebucht und storniert. Unzählige COVID-19 Tests mussten gemacht werden und Unterbringungen verlängert werden. Zwischendurch immer wieder Kontakt mit den afrikanischen Botschaften in Deutschland und Frankreich: Gibt es einen Repatriierungsflug? Gibt es freie Plätze? Wieviel kostet der Flug und wie kann er bezahlt werden? Regierungsflüge nach Nigeria etwa mussten in der Landeswährung im Heimatland bezahlt werden. Das stellte einige Gastwissenschaftler*innen vor enorme Herausforderungen. Klappte dann endlich ein Heimatflug, standen in manchen Fällen noch Quarantäne-Maßnahmen im afrikanischen Heimatland bevor. Vier der in Deutschland gestrandeten Gastwissenschaftler*innen kamen aus Nigeria und waren bis zu sechs Monate von ihren Familien getrennt.

Die deutschen Universitäten standen ihren afrikanischen Gästen in dieser Zeit mit großem Engagement zur Seite. Sie halfen ihnen mit Behördengängen für Visaverlängerungen, COVID-19 Tests, Unterbringungen und natürlich bei den Rahmenbedingungen für ihre wissenschaftliche Arbeit. Denn bei allem Krisenmanagement geht es im TWAS/DFG Programm ja vor allem darum: Die Initiierung wissenschaftlicher Kontakte zwischen dem wissenschaftlichen Nachwuchs in Subsahara-Afrika und ihren Gastgeberinnen und Gastgebern in Deutschland.