Zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Logo: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - zur Startseite Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kontakte zu internationalen Gremien

Nach der Auflösung des Scientific Committee for Occupational Exposure Limits (SCOEL) der EU-Kommission im Frühjahr 2019, ist das RAC („Risk Assessment Committee“, Ausschuss für Risikobeurteilung) der ECHA auch für die Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten zuständig. Neben der Vorsitzenden sind zwei weitere Mitglieder der Kommission in diesem Ausschuss vertreten, um zur europäischen Harmonisierung der Grenzwertsetzung beizutragen.

Das Dutch Expert Committee on Occupational Safety des Gezondheidsraad (Health Council) der Niederlande befasst sich mit der Bewertung von Arbeitsstoffen in den Niederlanden. Ein Mitglied des wissenschaftlichen Sekretariats des niederländischen Gezondheidsraads ist Gast in der Arbeitsgruppe „Aufstellung von MAK-Werten“, so dass ein ständiger Informationsaustausch gewährleistet ist. Ferner gibt es Absprachen zur gegenseitigen Nutzung der Stoffdokumentationen zur Vermeidung von Doppelarbeit und zur beschleunigten Bearbeitung dieser Stoffe.

Mit dem Chemical Substances TLV (Threshold Limit Values)-Committee der American Conference of Governmental Industrial Hygienists (ACGIH) wird seit vielen Jahren ein Informationsaustausch gepflegt. Die verschiedenen Arbeitsgruppen sowie die wissenschaftlichen Sekretariate sind im engen Kontakt und tauschen zur Beschleunigung der Stoffbewertungen und Vermeidung von Doppelarbeit sowohl Arbeitsprogramme als auch Informations- und Diskussionsmaterialien und Sitzungsunterlagen aus.

Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit dem Occupational Health Standard Committee of China.

Mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) / International Labor Organization (ILO) findet im Rahmen der Erstellung von „International Chemical Safety Cards (ICSC)“ eine intensive Kooperation statt. Die ICSC sind Stoffdatenblätter, welche Sicherheits- und Gesundheitsinformationen für den Umgang mit Chemikalien in kurzer Form darstellen. Es gibt etwa 1700 Datenblätter, die in ca. 15 Sprachen übersetzt werden. Eine wichtige Information in den ICSC ist der MAK-Wert und die Markierung für die jeweilige Chemikalie.

Der Informationsaustausch zwischen der MAK-Kommission und der International Agency for Research on Cancer (IARC) mit Sitz in Frankreich wird durch ein langjährige Kommissionsmitglied gewährleistet.

Seit 2008 ist auf Vorschlag der Bundesrepublik Deutschland ein Mitglied der Kommission im Ausschuss für Risikobewertung (Risk Assessment Committee RAC) als Mitglied vertreten. Nach dem Ausscheiden von Herrn Professor Helmut Greim im Dezember 2013 wurde Ende 2014 wiederum ein Mitglied der Kommission als Nachfolger gewählt. Die Nachfolge angetreten hat Professor Dr. Ralf Stahlmann.

Das RAC ist bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA in Helsinki angesiedelt und prüft die bei der ECHA eingereichten Vorschläge für harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung („Classification and Labeling“) sowie Zulassungs-(„Authorisation“) und Beschränkungs-(„Restriction“) Anträge darauf, ob die zugrundeliegende Gefährdungs- oder Risikobewertung von Chemikalien wissenschaftlich plausibel und angemessen begründet ist.

Auf Basis dieser Beurteilungen entscheidet die Europäische Kommission über EU-weit verbindliche Maßnahmen.

Eine der zentralen Aufgaben des RAC, die toxikologische Beurteilung von Chemikalien, ist auch die der Kommission. Die entsprechende Fachexpertise kann so in beiden Gremien eingebracht werden und ein sinnvoller Erfahrungsaustausch stattfinden.