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Luftanalysen

Aufgaben der Arbeitsgruppe

Die Festsetzung von Grenzwerten von Stoffen in der Luft am Arbeitsplatz bedingt, dass die Einhaltung dieser Grenzwerte mit analytischen Messverfahren überprüft werden kann. Da es sich um Grenzwerte für gesundheitsschädliche Arbeitsstoffe handelt, sind an diese analytischen Messverfahren hohe Anforderungen zu stellen – es geht um den Schutz des Menschen.

Zur Überprüfung vorhandener sowie neu zu entwickelnder Analysenmethoden, die den hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit und Nachvollziehbarkeit entsprechen müssen, ist innerhalb der Kommission 1969 die Arbeitsgruppe „Analytische Chemie“ gegründet worden. Im Jahr 1972 wurde diese Arbeitsgruppe in die beiden Arbeitskreise „Luftanalysen“ und „Analysen in biologischem Material“ unterteilt. Seit 2009 werden diese als eigenständige Arbeitsgruppen geführt.

Die Arbeitsgruppe „Luftanalysen“ setzt sich zusammen aus Chemikern und Ingenieuren, aus Universitäten, Forschungsinstituten, Industriebetrieben und Behörden.

Ziel dieser Arbeitsgruppe ist, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe „Aufstellung von MAK-Werten“ der Kommission und mit anderen nationalen und internationale Gremien für Gefahrstoffe in der Luft am Arbeitsplatz validierte Analysenmethoden mit Hilfe von Fachliteratur und dem Sachverstand der Mitglieder zu entwickeln.

Die Methoden werden vor ihrer Veröffentlichung innerhalb der Arbeitsgruppe durch ein anderes Labor auf ihre Eignung für die Praxis geprüft.

Die Arbeitsgruppe hat seit ihrem Bestehen dieses Konzept nicht nur erfolgreich umgesetzt, sondern hat außerdem durch die Einführung der Methodenprüfung durch Plausibilitätsbetrachtung der Entwicklung Rechnung getragen für den Fall, dass eine experimentelle Prüfung durch ein zweites Labor infolge nicht vorhandener freier Laborkapazitäten nicht möglich ist.

Bevorzugt werden Analysenmethoden für solche Stoffe entwickelt, für die zuvor MAK-Werte abgeleitet worden sind. Die Methoden werden so konzipiert, dass sie direkt mit deren Einhaltung verbunden sind. Die bei der Methodenentwicklung zu ermittelnden Kenndaten entsprechen dabei den Vorgaben der TRGS 402 bzw. der DIN EN 482, wobei der Arbeitsbereich der Methode der Messaufgabe angepasst ist. Für Aerosole bzw. Stäube ist darüber hinaus auch die DIN EN 481 zu berücksichtigen. Die Methoden sind als sogenannte „Standard Operating Procedures (SOP)“ verfasst, die die Vergleichbarkeit der Ergebnisse von Labor zu Labor mit aktuellen Grenzwerten gewährleisten.

Die erarbeiteten und validierten Methoden werden in deutscher und englischer Sprache online publiziert.

Seit 1999 werden regelmäßig auch englische Übersetzungen von BGI 505-Verfahren, d.h. von Analysenverfahren zur Bestimmung von krebserzeugenden Arbeitsstoffen (sog. CMR-Stoffen) in der Luft von Arbeitsbereichen, die von der Arbeitsgruppe „Analytik“ im Fachausschuss „Chemie“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherungen (DGUV) entwickelt werden, gemeinsam mit den Analysenmethoden der Kommission publiziert.