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Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material

Aufgaben der Arbeitsgruppe

Unter dem Begriff Biomonitoring versteht man die Bestimmung von Schadstoffen, ihrer Metaboliten, deren Addukte an Proteine und an die DNA oder anderer Parameter des Intermediärstoffwechsels in Körperflüssigkeiten. Das Biomonitoring stellt in der Arbeitsmedizin eine wertvolle Möglichkeit dar, den einzelnen Menschen vor den Wirkungen gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe zu schützen (Individualprävention), siehe Abschnitt XI der MAK- und BAT-Werte-Liste.

Das biologische Monitoring ist dabei in der Lage, integrativ alle denkbaren Expositionspfade (oral, inhalativ, dermal) zu erfassen und die daraus resultierende Gesamtheit der individuellen inneren Belastung zu quantifizieren.

In Deutschland wird das Biomonitoring vor allem im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge praktiziert. Die Arbeitsgruppe „Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material“ schafft zusammen mit der Arbeitsgruppe „Analysen in biologischem Material“ die wissenschaftlich basierten Voraussetzungen für die Durchführung des Biomonitorings. Die Arbeitsgruppe „Aufstellung von Grenzwerten in biologischem Material“ trägt dabei zur kontinuierlichen Verbesserung des Biomonitorings mit der Herausgabe der deutsch- und englischsprachigen arbeitsmedizinisch-toxikologischen Begründungen von Biologischen Arbeitsstoff-Toleranzwerten (BAT-Werten), Biologischen Leitwerten (BLW), Biologischen Arbeitsstoff-Referenzwerten (BAR) sowie Expositionsäquivalenten für krebserzeugende Arbeitsstoffe (EKA) bei.

Seit 1979 wurden Begründungen für mehr als 100 Arbeitsstoffe bzw. Stoffgruppen publiziert (siehe Abschnitt XII der MAK- und BAT-Werte-Liste), die laufend überprüft und dem neuesten medizinischen und wissenschaftlichen Kenntnisstand angepasst werden. Sie sind seit 2012 auch online verfügbar.

Die Arbeitsgruppe pflegt neben der Zusammenarbeit mit allen Arbeitsgruppen der Kommission enge Kontakte zu nationalen und internationalen Gremien, wie dem Scientific Committee for Occupational Exposure Limits (SCOEL) der EU [die Arbeit von SCOEL wird nach ihrer Auflösung im Februar 2019 durch das RAC („Risk Assessment Committee“, Ausschuss für Risikobeurteilung) der ECHA) weitergeführt], dem Biological Exposure Indices Committee (BEI) der American Conference of Governmental Industrial Hygienists (ACGIH) in den USA, dem Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Kommission „Humanbiomonitoring“ des Umweltbundesamtes.