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Aufarbeitung der Zeit des Nationalsozialismus

Mahnmal auf dem Gelände der DFG-Geschäftsstelle
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Das im September 2006 auf dem Gelände der DFG-Geschäftsstelle eingeweihte Mahnmal, weist auf die Verstrickungen der Wissenschaft in die Verbrechen der Nationalsozialisten hin und soll Erinnerung und Mahnung zugleich sein.

© DFG / Fotograf Querbach

Die DFG als Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Wissenschaft hat ihre Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus' intensiv aufgearbeitet. Unter Leitung der Historiker Professor Rüdiger vom Bruch und Professor Ulrich Herbert bearbeitete eine unabhängige Forschungsgruppe sieben Jahre lang diese Fragestellung. Fazit: Auch die DFG und die von ihr unterstützten Forscher stellten sich nach 1933 in hohem Maße und zu großen Teilen rückhaltlos in den Dienst des Nationalsozialismus'. Im Oktober 2010 wurde der letzte Band der Publikationsreihe der Forschungsgruppe vorgestellt.

Die Ausstellung „Wissenschaft – Planung – Vertreibung: Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten“ arbeitet einen weiteren Teil der dunklen Vergangenheit der DFG auf. Sie zeigt die enge Verbindung akademischer Forschung, rationaler Planung und Forschungsförderung im Dienste der nationalsozialistischen Eroberungs- und Vernichtungspolitik.Die Ausstellung wurde an verschiedenen Standorten gezeigt und war 2011/2012 auch in Polen zu sehen.

Auch das im September 2006 auf dem Gelände der DFG-Geschäftsstelle eingeweihte Mahnmal, das auf die Verstrickungen der DFG in die Verbrechen der Nationalsozialisten hinweist, soll uns Erinnerung und Mahnung zugleich sein.

Forschungsgruppe zur Geschichte der DFG 1920-1970

Im Frühjahr 2000 berief der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr. Ludwig Winnacker, eine Arbeitsgruppe, die in einem ersten Gespräch Wege und Möglichkeiten der Erforschung der Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erkundete. Nach Abschluss des ersten Gesprächs bat der Präsident die Professoren vom Bruch (Berlin) und Herbert (Freiburg) darum, die Leitung des Forschungsprojekts zur Geschichte der DFG zu übernehmen. Aus dieser Initiative entwickelte sich ein Forschungsverbund, der sich in seiner Arbeit nach den folgenden drei Leitlinien richtete: Schwerpunkt der Forschung soll die Zeit der NS-Herrschaft sein. Das Hauptaugenmerk der Gruppe lag auf den von der DFG geförderten Forschungsvorhaben selbst. Es ging dabei weniger um eine rein disziplingeschichtliche Untersuchung als vielmehr um eine Analyse fächerübergreifender Entwicklungen.

Zitat

„Dies ist für die DFG eine zutiefst unbequeme Wahrheit. Sie kann uns nicht loslassen, sie muss uns beklemmen, sie muss uns schmerzen."

DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner zu den Ergebnissen der unabhängigen Forschergruppe zur „Geschichte der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1920–1970"

"Wissenschaft, Planung, Vertreibung – Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten"

Banner der Ausstellung Generalplan Ost

Unter dem Titel „Wissenschaft, Planung, Vertreibung – Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten“ zeigte die DFG an verschiedenen Standorten in Deutschland eine Ausstellung, die von der engen Verbindung akademischer Forschung, rationaler Planung und Forschungsförderung im Dienste der nationalsozialistischen Eroberungs- und Vernichtungspolitik berichtete. Nach einer Tour durch Polen im Jahr 2012 war sie 2015 noch einmal in Berlin zu sehen. Interner Linkmehr