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Zweites Forum der russischen „Wissenschaftsstädte“

(13.11.15) Im November fand das Zweite „Forum Naukogradov“, die jährliche Plattform zur strategischen Entwicklung der russischen Wissenschaftsstädte, vor den Toren Moskaus statt. Im Moskauer Gebiet sind acht der russlandweit dreizehn Städte mit diesem Sonderstatus ansässig. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt seit Jahrzehnten Forschungskooperationen mit Beteiligung von Standorten wie Chernogolovka, Dubna, Pushchino, Troitsk und Zhukovskiy und präsentierte Fördermöglichkeiten mit ihrer Partnerorganisation RSF, der Russian Science Foundation.

Eröffnung des Forums im Regierungsgebäude der Moskauer Region

Eröffnung des Forums im Regierungsgebäude der Moskauer Region

Den Auftakt der Veranstaltung bildete eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion, die vor über 300 Teilnehmern auf die aktuellen Herausforderungen der Wissenschaftsstädte einging. Neben Andrej Fursenko, dem Berater des russischen Präsidenten in Wissenschaftsfragen, nahmen u.a. auch der Präsident der Russischen Akademie der Wissenschaften, Vladimir Fortov, und die stellvertretende Wissenschaftsministerin Ljudmila Ogorodova teil. Auf den anschließenden thematischen Panels waren auch das Deutsche Haus für Wissenschaft und Innovation (DWIH) Moskau und die DFG vertreten. Internationale Kooperation und Nachwuchsförderung standen dabei im Fokus der Präsentationen von Martin Krispin (DWIH) und Jörn Achterberg (DFG).

Die Idee der Schaffung sogenannter „Naukogrady“ (dt. „Wissenschaftsstädte“) ist im Gegensatz zu den in Sowjetzeiten gegründeten „Akademgorodki“ (dt. „Akademische Städtchen“) relativ jung. Seit 1999 wird der Status einer „Wissenschaftsstadt“ per Gesetz geregelt und durch die Regierung der Russischen Föderation auf Zeit vergeben. Ein Großteil der Wirtschaft und weiterer zentraler Bereiche der Naukogrady sind auf Forschung und Entwicklung staatlich prioritärer Fachgebiete ausgerichtet. Die dreizehn Städte konzentrieren ihre Forschungsaktivitäten vor allem auf Luft- und Raumfahrt, Elektronik und Radiotechnik, Maschinen- und Gerätebau, Chemie und Physik, insbesondere Energie- und Kernforschung, sowie Lebenswissenschaften und Biotechnologie.

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