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Die National Science Foundation feiert ihr 70. Gründungsjubiläum im Zeichen von Kontinuität und Wandel

(20.04.20) In den ersten Monaten des Jahres gab es für die National Science Foundation (NSF) einerseits Gelegenheit für einen Rückblick auf ihren über Jahrzehnte hinweg kontinuierlichen Beitrag zur Förderung der Grundlagenforschung in den USA. Gleichzeitig stand ein Wechsel an der Spitze an, als die Amtszeit von NSF-Direktorin France Córdova am 30. März turnusgemäß nach sechs Jahren ablief.

Von links:  France Córdova, Subra Suresh, Arden Bement, Rita Colwell, Neal Lane, Walter Massey und Richard Atkinson

Von links: France Córdova, Subra Suresh, Arden Bement, Rita Colwell, Neal Lane, Walter Massey und Richard Atkinson

© DFG

Am 6. und 7. Februar feierte die NSF an ihrem Hauptsitz in Alexandria, einem Washingtoner Vorort, das siebzigjährige Jubiläum ihrer Gründung. Sie wurde 1950 durch ein vom U.S.-Kongress verabschiedetes Gesetz ins Leben gerufen, “to promote the progress of science; to advance the national health, prosperity, and welfare; [and] to secure the national defense.” Die Gründung als unabhängige Bundeseinrichtung zur Förderung von Grundlagenforschung ging auf den 1945 von Vannevar Bush vorgelegten Bericht „Science – The Endless Frontier“ zurück, mit dem die im zweiten Weltkrieg erfolgreich erprobte Zusammenarbeit zwischen Regierung und Wissenschaft fortgeschrieben werden sollte.

Das Symposium brachte eine Vielzahl von hochrangigen Vertretern und Vertreterinnen von Forschung und Wissenschaftspolitik in den USA zusammen. Ein besonders inspirierender Programmpunkt war sicherlich das Panel, in dem die derzeitige Amtsinhaberin fünf ihrer Vorgänger und eine Vorgängerin zu den Höhe- und Tiefpunkten ihrer Amtszeit befragte. Da die NSF als Bundesbehörde Teil der Exekutive ist und dem Kongress zur Rechenschaft verpflichtet ist, ist es sicher wenig überraschend, dass die humorvollen Berichte über schwierige Situationen – egal ob in den 1970er Jahren oder in jüngster Vergangenheit – stets eine politische Komponente hatten. Hoch gelobt wurden dagegen der Kernauftrag und die engagierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die den reibungslosen Ablauf des Fördergeschäfts erst ermöglichen.

Rainer Gruhlich, Leiter des DFG-Büros Nordamerika, mit NSF-Direktorin France Córdova

Rainer Gruhlich, Leiter des DFG-Büros Nordamerika, mit NSF-Direktorin France Córdova

© Lauren Clarke

Das 75-jährige Jubiläum der Veröffentlichung von Vannevar Bushs Bericht wurde mit einem Beitrag des Bush-Biographen G. Pascal Zachary ebenfalls gewürdigt. Das Symposium bot außerdem einen festlichen Rahmen für die Verabschiedung von France Córdova. Sethuraman Panchanathan, Córdovas designierter Nachfolger und bislang Executive Vice President an der Arizona State University, wurde noch nicht durch den Senat im Amt bestätigt. In einer Pressemitteilung wurde daher Anfang April bekanntgegeben, dass die NSF zunächst kommissarisch von Kelvin Droegemeier, dem Direktor des Office of Science and Technology Policy im Weißen Haus, geleitet wird.