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Research in Germany wirbt auf der ACS-Jahrestagung in San Diego für den Forschungsstandort Deutschland

(02.09.19) Unter dem Motto „Chemistry & Water“ führte die American Chemical Society (ACS) ihre diesjährige Herbsttagung vom 25. bis 29. August im kalifornischen San Diego durch. Wie in den vergangenen Jahren auch, hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG einen Gemeinschaftsauftritt verschiedener deutscher Forschungs- und Fördereinrichtungen unter dem Dach der Initiative „Research in Germany – Land of Ideas“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) organisiert.

Axel Groß stellt den Exzellenzcluster POLIS beim Science Café vor
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Axel Groß stellt den Exzellenzcluster POLIS beim Science Café vor

© DFG

Mit dabei waren dieses mal neben dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP und zahlreiche, von der DFG geförderte Forschungsverbünde, darunter der SFB/Transregio 88 „Kooperative Effekte in homo- und heterometallischen Komplexen (3MET)“ aus Kaiserslautern und Karlsruhe, der SFB 1333 „Molekulare heterogene Katalyse in definierten, dirigierenden Geometrien“ aus Stuttgart, der Exzellenzcluster „Unifying Systems in Catalysis (UniSysCat)“ der drei Berliner Universitäten, der Exzellenzcluster „e-conversion“ der beiden Münchner Universitäten, der Exzellenzcluster „Resolv“ der Ruhr-Universität Bochum, der Exzellenzcluster „POLIS: Post Lithium Storage“ der Universitäten Ulm und Karlsruhe und das „Fuel Science Center“, einer der Exzellenzcluster der RWTH Aachen.

Mit diesem breit gefächerten Informationsangebot konnte den zahlreichen Besuchern des Messestands die Vielfalt der chemischen Forschung in Deutschland ebenso vermittelt werden, wie die Spezialisierung und Spitzenstellung im internationalen Vergleich. Beim Research in Germany Science Café am letzten Messetag musste allerdings zunächst einmal dem US-amerikanischen Teil der gut 50 Zuhörer deutlich gemacht werden, dass auch für sie eine internationale Erfahrung ein wichtiges Element der Karriere ist und nicht etwa, wie es immer noch die weitverbreitete Meinung ist, ein Stolperstein.

Beratung am Messestand
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Beratung am Messestand

© DFG

Dazu gab es eine Reihe sogenannter Testimonials, also Erfahrungsberichte von Forschern, denen ein Aufenthalt in Deutschland wichtige Impulse für den Fortschritt ihrer Karrieren in den USA geliefert hatte. Zwei „Research Ambassadors“ des DAAD, Aftad Ahmed von der Chapman University und Brian Mitchell von der Tulane University, und die AvH-Stipendiatin Hannah Shafaat von der Ohio State University ließen die Zuhörer wissen, wie wichtig ihr Forschungsaufenthalt für ihre Karrieren gewesen sei, Forschungshaufenthalte, die sie vor zehn oder zwanzig Jahren noch regelmäßig in eines der Max-Planck-Institute (MPIs) nach Deutschland geführt hatte.

Mittlerweile, so Murthy Gudipati vom Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena, sei aber internationale Spitzenforschung auch in den zahlreichen universitären Forschungsverbünden zu finden, in der Regel von der DFG gefördert, aus wettbewerblichen Verfahren hervorgegangen und oftmals unter Einbeziehung von MPIs organisiert. Gudipati machte darüber hinaus noch einen anderen wichtigen Punkt, nämlich den der interkulturellen Kompetenz, einem Kollateral-Nutzen eines Forschungsaufenthalts im Ausland. Von den Gruppen, die er kenne, und er kenne viele Gruppen, seien diejenigen mit Abstand die erfolgreichsten, die auf verschiedene Techniken, Herangehensweisen und kulturell verankerte Weisen des Nachdenkens verfügen, alles Dinge, die man erst sieht, wenn die Grenzen des „eigenen Dorfes“ für eine Zeit hinter einem bleiben würden.

Wo diese für internationale Karrieren wichtigen Verbünde zu finden sind, hatte RiG in einer Broschüre ebenso zusammengefasst wie in einem anderen Heft die zahlreichen Möglichkeiten einen Forschungsaufenthalt in Deutschland zu finanzieren. Durch die Testimonials zu internationaler Erfahrung ermutigt, hörten die Gäste dann auch genauer hin, als ihnen an drei Beispielen die Vielfalt der Möglichkeiten erläutert wurde. So stießen Marc Prosenc von 3MET, Axel Groß vom Cluster POLIS und Ulrich Wendler vom Fraunhofer-IAP auf entsprechend großes Interesse und im Anschluss an das Science Café dann schließlich auch der am Messestand ausgelegte rote Ordner mit Stellen an den am Stand beteiligten Einrichtungen. In komprimierten zweieinhalb Messetagen konnte Research in Germany wie in den Vorjahren zuvor, erfolgreich Deutschland als ein wichtiges Zielland für internationale Erfahrungen bewerben, Erfahrungen, die in einer globalisierten Forschungswelt oftmals den Unterschied zwischen gut und exzellent ausmachen.